Schützenfeste im Mondenschein feiern
Keine Regel ohne Ausnahme? Für die Schützenefste im Juni will die Verwaltung keine Ausnahme bei der Nachtabschaltung machen.

 Im Monat Juni stehen nicht nur in Dolberg, sondern auch in Vorhelm, Tönnishäuschen und bei weiteren Vereinen wie den Bürger- und Westenschützen die traditionellen Schützenfeste an. Sie finden zum Teil an Christi Himmelfahrt und Fronleichnam statt. In der Nacht auf den Feiertag, also von Mittwoch auf Donnerstag, bleiben die Laternen zwar an. Aber von Donnerstag auf Freitag werden sie von 1 bis 3.30 Uhr ausgeschaltet. Zu diesem Zeitpunkt sind die Feste jedoch noch in vollem Gange.

Erfahrungen in der Erprobungsphase erst abwarten

 Bernd Döding, als Leiter der Umweltbetriebe für die Straßenlaternen zuständig, möchte momentan an der bestehenden Regelung nichts ändern. „Wir befinden uns in der Erprobungsphase“, plädiert er dafür, die Erfahrungen im ersten Jahr Nachtabschaltung abzuwarten und danach gegebenenfalls über weitere Ausnahmen zu entscheiden. Eine Umprogrammierung der Schaltbezirke sei mit einem großen, auch finanziellen Aufwand, verbunden, sagte Döding. Außerdem schaffe man dadurch Präzedenzfälle. „Wo fange ich dann an und wo höre ich auf?“

Kein Verständnis für Verwaltungshandeln

 Der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler (FWG) Heinrich Artmann hat kein Verständnis für die fehlende Bereitschaft des Bürgermeisters, seiner Bitte nachzukommen. Er wirft dem Verwaltungschef Selbstherrlichkeit vor, weil dieser nicht bereit sei, auf die Eingabe der FWG einzugehen. Für Weiberfastnacht werde zukünftig auch eine Ausnahme gemacht. Ab 2012 werde es in dieser Nacht hell bleiben. Ob die Zechbrüder und -schwestern auch im Dunkeln den Weg nach Hause finden, bleibt also abzuwarten. Horrido!

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