Segway-Touren liegen voll im Trend
Mit dem Interesse an den Segway-Touren sind Carlo Pinnschmidt (l.) und Sonja Karos von der WFG Ahlen zufrieden.

Eine positive Bilanz hat auf „AT“-Nachfrage Sonja Karos von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) Ahlen gezogen. Seit Anfang 2014 werden neben den traditionellen Stadtführungen spezielle Erkundungstouren mit dem neuen Fortbewegungsmittel angeboten. „Mehr als 60 Personen haben in diesem Jahr an Segway-Touren teilgenommen“, berichtet Karos, die seit November 2012 bei der WFG für den Geschäftsbereich Tourismus zuständig ist.

Dazu gehörten nicht nur Fahrten rund um die ehemalige Zeche Westfalen, sondern auch eine eigens zusammengestellte Tour für 24 neue Auszubildende der Firma Kaldewei. „Das war ein voller Erfolg“, schwärmt Carlo Pinnschmidt, Stadtmarketing-Leiter bei der WFG Ahlen. Das Ahlener Unternehmen habe bereits signalisiert, den besonderen „Azubitag“ mit den Segways wiederholen zu wollen.

„Wir sind in der Lage, ein ganz individuelles Programm anzubieten“, unterstreicht Pinnschmidt. Und das sogar in englischer Sprache, dank einer neuen Honorarkraft. Eine Voraussetzung für eine Segway-Tour sei, dass mindestens vier Teilnehmer teilnehmen wollten. Maximal stünden zehn der trendigen Fortbewegungsmittel zur Verfügung. Hinzu käme jeweils noch ein Stehroller für den Gästeführer, der stets mitgebucht werde. Durch Headsets (Kopfsprechhörer) sei unterwegs eine gute Verständigung gewährleistet.

„46 Euro kostet die Teilnahme pro Person“, so Karos. Dafür werde eine gut zweieinhalbstündige Tour inklusive vorheriger Einweisung angeboten. „Besonders das Auf- und das Absteigen werden eingehend geübt“, sagt sie. Danach könne es in der Regel sofort losgehen.

Allerdings darf nicht jeder an der WFG-Segway-Tour teilnehmen. „Einige Voraussetzungen sind zu beachten“, erklärt Karos. So betrage das Mindestalter 15 Jahre, zudem müsse mindestens einen Mofa-Führerschein vorhanden sein. Und auch eine Gewichtsbeschränkung sei einzuhalten: „Mindestens 45 Kilogramm, maximal 118.“

Geordert werden die Segways bei einer Firma in Freckenhorst. Während ähnliche Touren auch in den Nachbarstädten Hamm und Münster angeboten worden, ist Ahlen im Kreis Warendorf bislang noch Vorreiter. „Das ist ein Alleinstellungsmerkmal“, so Karos. Dies erkläre wohl auch, dass gut ein Drittel der Teilnehmer von außerhalb gekommen sei.

Stadtführungen beliebt: 500 Teilnehmer

Neben den Segway-Touren stehen die traditionellen Stadtführungen auf Schusters Rappen bei den Ahlener Bürgern und bei Gästen hoch im Kurs. Mehr als 500 Teilnehmer hat die WFG allein in diesem Jahr bei gut 20 Führungen gezählt.

„Viele Gruppen nehmen teil“, sagt Sonja Karos. Neben Nachbarschaften und Kegelclubs gehörten auch Fahrradtouristen dazu. Der Heimatverein aus Dinslaken sei in diesem Jahr sogar eigens mit dem Bus angereist. Die größte Gruppe sei aber das Lehrerkollegium der Fritz-Winter-Gesamtschule mit rund 100 Teilnehmern gewesen.

Rundgänge könnten zu unterschiedlichen Themen gebucht werden, so Karos. Dazu zählten „Wirtschaftssymbole“, „Historische Gebäude“, „Innenstadt“, „Ahlen 1933 bis 1945“ sowie eine „Kulinarische Stadtführung“. Die Angebote dauerten anderthalb bis drei Stunden.

Für die Stadtführungen stehen der WFG sechs ausgebildete Gästeführer zur Verfügung. „Dafür erhalten sie einen kleinen Obolus“, so Carlo Pinnschmidt. Aber trotzdem stecke da ganz viel Engagement hinter.

Hintergrund

Der Segway ist ein elektrisch angetriebenes Einpersonen-Transportmittel mit zwei auf einer Achse liegenden Rädern, zwischen denen die beförderte Person steht. Das Fahrzeug ist selbstbalancierend. Ein elektronischer Regelkreis lässt den Segway automatisch in die Richtung fahren, in die sich der Fahrer lehnt. Sobald die Neigungssensoren registrieren, dass sich der Fahrer nach vorne oder hinten neigt, drehen die Räder in diese Richtung. Die Fortbewegung wird ausschließlich durch Gewichtsverlagerungen gesteuert, es gibt keine Bedienelemente zum Bremsen oder Beschleunigen. Ein Schwenken der Lenkstange nach rechts oder links bewirkt die dementsprechende Kurvenfahrt. Sobald sich der Fahrer mit der Lenkstange zur Seite neigt, wird das von den Neigungssensoren wahrgenommen und das jeweilige Rad dreht sich langsamer und verursacht dadurch die Kurvenfahrt.  Wikipedia

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