Sicher durch die Einbahnstraßen
René Bushuven, Mitarbeiter der Ahlener Umweltbetriebe, macht es vor: Auf der Moltkestraße in Ahlen dürfen Radfahrer entgegen der Fahrtrichtung auf einem Schutzstreifen nun auch stadteinwärts fahren.

Bis Donnerstagabend, 16. November, sollten die Markierungen auf Wallstraße, Nordenmauer, Ostenmauer, Moltkestraße und Holzweg angebracht sein. Ergänzt werden die Markierungen durch entsprechende Beschilderungen, die Autofahrer auf entgegenkommenden Radverkehr aufmerksam machen.

Die Freigabe der Einbahnstraßen für Radfahrer sei ein zentraler Bestandteil des Radverkehrskonzeptes „PedAhlen“, das die Innenstadt attraktiver machen solle für den Zweiradverkehr, heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung. Im inneren Stadtkern habe die Stadt in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen gemacht mit dem Befahren der Einbahnstraßen in beide Richtungen. Mit dem jetzt erfolgten Schritt gelte in nahezu der kompletten Innenstadt: freie Fahrt für Radfahrer in alle Richtungen. Die Stadt wolle damit einen Beitrag leisten, um Ahlen für Radfahrer durchgängiger zu machen.

Ein separater Schutzstreifen mit Piktogramm und Richtungspfeil schafft neben der Tempo-30-Beschilderung und dem Hinweis auf entgegenkommende Radfahrer den sicheren Rahmen. Sämtliche Markierungsarbeiten werden in sogenannter Heißplastik ausgeführt, die bis zu vier Millionen Überrollungen standhalten. „Wo die Reduzierung auf 30 noch nicht gilt, wird sie auf jeden Fall vor Freigabe für die Radfahrer noch angeordnet“, sagt Robert Reminghorst, stellvertretender Leiter der Umweltbetriebe. Um die Umgewöhnung zu erleichtern, wird die Stadt Handzettel verteilen, die für die neuen Verkehrsregeln werben. „Gemeinsam geht es besser“, lautet der Appell an die gegenseitige Rücksichtnahme.

Nach Ansicht von René Bushuven, Mitarbeiter der Ahlener Umweltbetriebe, werde der vorhandene Verkehrsraum mit der Öffnung der Einbahnstraßen wesentlich gerechter aufgeteilt. „Das wird sich schnell einspielen“, gibt er sich optimistisch. Wie bei allen Veränderungen brauche es Zeit, bis sich Autofahrer und Radler auf die neue Situation eingestellt hätten. Bei defensiver und respektvoller Fahrweise, die grundsätzlich sinnvoll sei im Straßenverkehr, würden auch zunächst noch skeptische Verkehrsteilnehmer schon in Kürze die Vorteile erkennen.

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