Silberkelch ergänzt Ausstellung
Bild Voss-Loermann
Werner Fischer präsentiert die neueste Errungenschaft für sein interreligiöses Museum, einen in Silber getrieben vergoldeten Kelch aus dem Jahre 1893.
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Denn der Goldschmiedemeister mit dem Hang zu sakralen Kultgegenständen ist stets auf der Suche nach Neuheiten für sein interreligiöses Museum im Goldschmiedehaus. „Wir haben hier viele Besucher, die immer wieder kommen, oder die von anderen über unser Haus gehört haben. Da fühle ich mich verpflichtet, meine Sammlung zu ergänzen und neu auszustatten“, sagt der Hausherr. Denn der Ehrgeiz des pensionierten Handwerkers in Sachen Preziosen besteht darin, der Öffentlichkeit immer wieder neue, attraktive Ausstellungsstücke zu präsentieren.

Belohnt wird das Bestreben Fischers durch wachsende Besucherzahlen. Bereits seit 30 Jahren betreibt er sein Museum, und das mit wachsender Beliebtheit. Passend zu den Feierlichkeiten, die am Samstag, 8. November, in seinem Haus an der Oststraße über die Bühne gehen werden, hat Werner Fischer einen vergoldeten Silberkelch aus dem Nachlass eines evangelischen Pfarrers erworben. Begeistert zeigt er das glänzende Stück. „Es handelt sich um einen Abendmahlskelch, der als sakrales Gefäß seinen Dienst in der evangelischen Kirche getan hat“, erläutert Fischer und weist hin auf die Punzierungen genannten kleinen Stempel im Fuß des Kelches.

Daraus ergeben sich Informationen wie Herstellungsland, das hier Deutschland heißt, sowie den Silberanteil in dem Stück, der bei 800 Tausendstel liegt. „Reines Silber wäre viel zu weich, um daraus Gebrauchsgegenstände zu machen“, so der Goldschmied.

Der Kelch besteht aus einen Fuß, einem Sockel und dem Trinkbecher, die alle mit feinen Ornamenten geschmückt sind. Die Inschrift „Ihrem Treuen Hirten Herrn Pastor Eduard Vogt (1854 - 1893). In herzlicher Liebe und Dankbarkeit gewidmet. Die Gemeinde Burscheid“ weist auf die Herkunft des kostbaren Stückes hin. „Ich habe selbstverständlich in Burscheid nach weiteren Informationen gesucht, habe den dortigen Pfarrer angeschrieben“, sagt Fischer. Leider habe der ihm aber keine näheren Informationen über Pfarrer Vogt geben können.

Fischer will aber weiterforschen, um Näheres über den früheren Inhaber des Kelches zu erfahren.

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