Smartphone-App als Praxis-Assistent
Bild: Sobolewski
Überzeugt vom neuen System: Linda Wolters und Dr. med. Matthias Waltert vom Praxisnetz Westfalen in Ahlen bieten mit der „App zum Doc“ Patienten die Möglichkeit, ihr Anliegen in einer Smartphone-Anwendung an den Arzt heranzutragen.
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Die Praxis der Lungenfachärzte Dr. Matthias Waltert und Dr. Albert Esselmann in Ahlen gehört zu den Anbietern der App. Auf Folien füllten die Patienten bisher mit einem abwaschbaren Stift Fragebögen aus. Das gehört nun der Vergangenheit an, erklärt Linda Wolters, vom Praxisnetz Westfalen: „Mit Tablets haben die Patienten in der Praxis die Möglichkeit, die Bögen digital auszufüllen. Mit der App auf ihrem privaten Smartphone können sie zuvor einen Termin vereinbaren.“

App spart Zeit und schont die Umwelt

Es sei eine Form der Digitalisierung, die auch die Ressourcen schonen soll, sagt Wolters: „Das spart Zeit und schont die Umwelt. Denn es sind wesentlicher weniger Ausdrucke nötig.“

Die eigens eingerichtete Telefonzentrale, die Termine für die Praxen der Ärzte in Warendorf, Ahlen und Münster koordiniere, werde ebenfalls entlastet, erklärt die Studienassistentin: „Das Telefon steht nie still, aber mit der App können die Nachfragen eingedämmt werden.“

Fachärzte einzuspeichern bringt Überblick

Sowohl für iOS- als auch für Android-Smartphones ist die kostenlose „App zum Doc“ als Download verfügbar. „In der Anwendung kann der Benutzer seine Fachärzte einspeichern und hat so einen Überblick“, sagt die Mitarbeiterin. Die Auswahl der Ärzte variiert allerdings, denn nur die Praxen, die auch das App-System nutzen, können ausgewählt werden.

Eine Ferndiagnose ermöglicht die Anwendung auch, erklärt Linda Wolters: „Hat der Patient beispielsweise einen Hautausschlag, kann er uns ein Bild davon zukommen lassen und die Ärzte können die Dringlichkeit der Behandlung einstufen.“

Direkter Chat mit Mitarbeitern möglich

Zusätzlich kann von einem Mitarbeiter manuell ein Chatfenster geöffnet werden, sagt sie: „Datenschutz ist uns sehr wichtig. Den Chat kann nur ein Mitarbeiter öffnen, und die Datenverarbeitung ist wesentlich sicherer als die Smartphone-Anwendung Whatsapp.“

„Wir erhoffen uns von der App einen Gewinn für unser Zeitmanagement“, sagt Dr. Matthias Waltert. Die Einführung sei bereits ein Erfolg gewesen: „Die Resonanz der Patienten ist sehr positiv. Wir führen das System in Ahlen auch in einer allgemeinmedizinischen Praxis ein.“ Der Aspekt der Modernisierung sei ein wesentlicher, erklärt Wolters: „Wir sind mit der App technisch auf dem neuesten Stand.“

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