Spendenaufruf für kranken Antonio aus Angola
Bild: Knöpker
Sie kümmern sich liebevoll um den schwer erkrankten Antonio aus Angola: (v. l.) Chefarzt Dr. Thomas Haug, der katholische Krankenhausseelsorger Pater Hermann Joseph Schwerbrock, Antonio und Stationsleiter Andreas Sentker.
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Chefarzt Dr. Thomas Haug und Pater Hermann Joseph Schwerbrock kümmern sich um den kleinen Jungen, der aufgrund einer schweren Erkrankung nicht laufen kann. „Seine Schienbeine sind aufgrund einer Knochenentzündung total zerstört. Er kann nicht spielen und laufen wie andere seiner Altersgruppe, nur auf dem Po robbt er sich über den Flur“, beschreibt Dr. Thomas Haug das Krankheitsbild.

Mit Unterstützung der Krankenhausverwaltung und der 1992 gegründeten „Aktion Benjamin“ will der Arzt Antonio wieder eine Zukunftschance geben. Aber das wird nicht einfach: „Zwei Eingriffe hat er schon hinter sich, fünf weitere werden in den nächsten zwei Jahren folgen müssen“, berichtet der Chefarzt der chirurgischen Abteilung. Wenn die Infektionen ausgeheilt sind, geht er daran, die Knochen aus körpereigenem Gewebe zu ersetzen.

Die Kosten für die aufwändigen Behandlungen in Höhe von 25 000 Euro übersteigen bei Weitem das Budget. „Unser Spendentopf ist leer“, bittet Pater Hermann Joseph um finanzielle Unterstützung. Das Spendekonto kann unter Telefon 02382/858315 erfragt oder auf der Homepage www.sfh-ahlen.de eingesehen werden. Zwischen den Operationen wird der Junge immer wieder Zeit im Friedensdorf Oberhausen verbringen, wo er Kinder aus seiner Heimat trifft. In Ahlen sorgt eine ehrenamtliche Dolmetscherin für die Verständigung. Auch Bilderbücher mit Gegenständen in deutscher und portugiesischer Sprache sollen Antonio die Kommunikation erleichtern.

„Kinder sind unser höchstes Gut. Ein krankes und verletztes Kind bedeutet für die Eltern eine große seelische Belastung. In Ländern, in denen medizinische Hilfe nicht so organisiert ist wie in Deutschland, liegt oft die gesamte Last in den Händen der Eltern“, sagt Dr. Haug. Viele könnten die Behandlung nicht bezahlen. Daher hält er mit Pater Hermann Joseph seit 1992 Kontakt zum Friedensdorf Oberhausen und übernimmt Kinder zur Behandlung. Viele deutsche Kliniken folgen dem Beispiel.

Das Friedensdorf Oberhausen fliegt mehrmals jährliche Kriegs- und Krisenregionen in Afrika und Asien an, untersucht die Kinder und nimmt 200 bis 300 Kinder mit nach Deutschland, für die in ihrem Land keine Hilfe möglich ist. So auch den kleinen Antonio. „Wir tun alles, damit er eines Tages wie seine Spielkameraden wieder toben und Fußball spielen kann“, hoffen Dr. Haug und Pater Hermann Joseph auf breite Unterstützung aus der Bevölkerung.

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