Spikker-Immobilie: Versteigerung aufgehoben
NWA

Hintergrund sei, so Dr. Bien, dass die beiden betreibenden Gläubiger des Insolenzverfahrens gegen die Helmut Spikker Immobilien GmbH & Co KG, die Stadt Ahlen und die Bremer Systembau GmbH, die einstweilige Einstellung des Verfahrens beantragt hätten. Die Gläubiger seien zu der Überzeugung gekommen, dass in den kommenden Monaten eine freihändige Veräußerung der Immobilie versucht werden solle.

Es gebe konkrete Kaufinteressenten, mit denen er gegenwärtig verhandle, teilte Dr. Bien mit. Allerdings machte er auch deutlich: „Sollten diese Verhandlungen in den nächsten Monaten widererwarten nicht zu einem Erfolg führen, können die beiden Gläubiger die Fortsetzung des Zwangsversteigerungsverfahrens beantragen.“

Im Internet wird das Spikker-Objekt aktuell von der Makler-Firma Engel und Völkers Münster Commercial als „Logistikzentrum mit hervorragender Infrastruktur“ angeboten. Der Kaufpreis wird dort mit 5,8 Millionen Euro angegeben. Bei der nun abgesagten Zwangsversteigerung war der Verkehrswert mit 6,5 Millionen Euro beziffert worden.

Ende November 2012 hatte die Stadt Ahlen den Stein ins Rollen gebracht und den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Anlass waren ausstehende Grundbesitzabgaben sowie Rückstände aus dem Kaufvertrag für das rund 20 000 Quadratmeter große Grundstück in Höhe von mehr als einer halben Million Euro. Die Erfüllung dieses Anspruchs gilt als relativ sicher, da zugunsten der Stadt im Grundbuch vorrangig Grundpfandrechte eingetragenen sind.

Nach wie vor ist laut „AT“-Information wohl auch ein chinesischer Parfümhersteller am NWA-Gebäudekomplex sowie an der Duftmaschine interessiert. Seit Anfang des Jahres sollen bereits mehrere Abordnungen aus China vor Ort gewesen sein.

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