Sportarchiv kommt an seine Grenzen
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Martin Hummels (Mitte) mit gebundenen Sportseiten aus der „Ahlener Zeitung“, die er Bürgermeister Dr. Alexander Berger (l.) und Dieter Massin zeigte.
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Damit hatten die heutigen Sportarchivare nicht gerechnet, als sie im Jahr 2013 begannen, Exponate und Dokumente aus dem Ahlener Sportleben zu sammeln: Mittlerweile verfügt das Archiv im Sportheim an der August-Kirchner-Straße über weit mehr als 2000 Exponate, die mit Untertiteln in über 8000 Einzelteilen erfasst sind, wie Archiv- und IT-Experte Hans Sudhoff belegen kann.

Fünf Mitarbeiter sind derzeit im Archiv tätig und arbeiten die eingehenden Sportartikel ab, die aus Ahlener Vereinen und auch von Privatpersonen abgegeben werden. Nach sieben Jahren Archivarbeit sind die räumlichen Verhältnisse allerdings in einen Engpass geraten. Davon überzeugten sich in diesen Tagen Bürgermeister Dr. Alexander Berger und der Stadtsportverbandsvorsitzende Martin Hummels. Und sie ließen sich auch vom unverminderten Interesse der Bevölkerung an der Archivarbeit und den Sammlungen in Kenntnis setzen, wie Gruppen- und auch Einzelbesuche belegen.

Der Aufbau des Archivs ist klar strukturiert, und Berger wie auch Hummels hatten ihre Freude daran, einmal ins Regal greifen zu können und sofort bekannte Dinge aus der lokalen Sportgeschichte wiederzufinden.

Wenn in naher Zukunft das Kassenhäuschen an der Jahnwiese zum „Sport-Denkmal“ wird, kann aus dem Archiv zahlreiches Fotomaterial beigesteuert werden, kündigte Dieter Massin an. Räumliche Engpässe und eine Dauer-Ausstellungsfläche wird Ahlens Bürgermeister zu seinem Thema machen, um die nicht unerheblichen Schätze aus der Sportgeschichte der Wersestadt in ein Licht zu rücken, das dem gerecht wird, was über 70 Sportvereine in 41 Sportarten in den vergangenen Jahrzehnten geleistet haben, versprach er. Wie berichtet, träumen die Beteiligten seit längerer Zeit von einem Sportmuseum nach Stendaler Vorbild. Leerstände gibt es in Ahlen schließlich genug.

von Christian Wolff

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