Sportausschuss plädiert auf Sanierung
Bild: Rademacher
Die Südenkampfbahn in Ahlen mit dem Kunstrasenplatz und dem Clubheim besichtigten Mitglieder des Sport- und Freizeitausschusses, um sich ein Bild über die baulichen Zustände zu machen.
Bild: Rademacher

Dass die Situation für die Nutzer der Sportanlage neben dem Schulsport, die Freizeitsportgemeinschaft (FSG) Ahlen und die Mädchen- und Frauenfußballabteilung von Rot-Weiß Ahlen (RWA), nicht optimal ist, war in der Sitzung des Sport- und Freizeitausschusses am Donnerstag zwischen den Ausschussmitgliedern und den Vertretern der Stadtverwaltung unstrittig. Ebenso einig war man sich, dass die Südenkampfbahn für den Vereins- und Schulsportbetrieb, aber auch für das gesellschaftliche Leben im Ahlener Süden eine große Rolle spielt.

CDU- und SPD-Fraktion hatten daher im Dezember einen gemeinsamen Antrag gestellt, die umfassend notwendige Sanierung der Südenkampfbahn solle als Gesamtkonzept geprüft werden. Dabei solle die Gebäudesituation ebenso wie die Beschaffenheit des Kunstrasenplatzes berücksichtigt werden wie die benachbarte Turnhalle der ehemaligen Mammutschule. „Alle Bauten und Anlagen der Südenkampfbahn sind unter Einbeziehung der Turnhalle auf ihre Zukunftsfähigkeit hin zu überprüfen“, heißt es im Antrag. „Der festgestellte Sanierungsbedarf soll im Rahmen eines Gesamtkonzeptes sukzessive ab dem Haushaltsjahr 2019 nach Prioritäten abgebaut werden.“

Am Donnerstag offenbarte sich dann, dass die Definition des Begriffs „Gesamtkonzept“ bei den Kommunalpolitikern anders ausfällt als bei den Mitarbeitern des Zentralen Gebäudemanagements (ZGM) und des Fachbereich Schule und Sport. „Wir denken in alle Richtungen, um die beste und wirtschaftlichste Lösung zu finden“, betonte ZGM-Leiter Manfred Falk.

Für den Leiter des Zentralen Gebäudemanagements Manfred Falk macht es wenig Sinn, Geld für einzelne Sanierungsmaßnahmen wie beispielsweise die Instandsetzung der Tribüne auszugeben, bevor nicht umfassende Überlegungen über die Zukunft angestellt worden seien. So warf Fachbereichsleiter Christoph Wessels die Frage auf, ob man im Jahr 2020 noch eine Sportanlage in einer Wohnsiedlung bauen würde. Deutlich wurde jedoch, dass der Mehrheit im Ausschuss an einer baldigen Sanierung im Bestand gelegen ist. Frank Viehfeger (SPD) brachte es auf den Punkt: „Ich will hier kein neues Rathaus bauen, sondern eine vernünftig nutzbare und bespielbare Sportanlage haben.“

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