Staatsanwalt fordert hohe Haftstrafen
Hohe Haftstrafen hat der Staatsanwalt im Prozess wegen Vergewaltigung vor dem Landgericht Münster für zwei Angeklagte aus Ahlen gefordert.

Am 25. Verhandlungstag haben am Abend Staatsanwaltschaft, Nebenklage und der Verteidiger des jüngeren Angeklagten ihre Schlussvorträge gehalten. Bis dahin hatte sich der Prozesstag äußerst zäh hingezogen, da er immer wieder durch Anträge der Verteidigung des älteren Angeklagten unterbrochen worden war. Auch ein abschließender Befangenheitsantrag gegen die gesamte 11. Kammer wurde wie die anderen Anträge abgewiesen, sodass der Vorsitzende Richter die Beweisaufnahme um kurz vor 19 Uhr abschließen konnte.

Im Anschluss hielt der Oberstaatsanwalt unter Ausschluss der Öffentlichkeit sein Plädoyer, in dem er für den 24-jährigen Angeklagten eine Haftstrafe von sieben Jahren forderte, für den ein Jahr älteren Mitangeklagten waren es sechs Jahre und vier Monate. Diesem Antrag schloss sich die Nebenklage an, während sich der Verteidiger des 24-Jährigen für einen Freispruch aussprach. Die Plädoyers der beiden Verteidiger des älteren Angeklagten werden am morgigen Freitag, 20. November, gehalten. Dann wird auch der Termin für die Urteilsverkündung bekannt gegeben.

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