Staatsministerin Özoguz zu Gast in Ahlen
Bild: Voss-Loermann
SPD-Flüchtlingsgipfel in Ahlen: (v. l.) Bernhard Daldrup, Aydan Özoguz, Daniela Noack und Ulla Woltering.
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Gefolgt war sie damit einer Einladung des SPD-Bundestagsabgeordneten Bernhard Daldrup. Mitglieder zahlreicher Organisationen, die sich für Flüchtlinge einsetzen, hatten sich am Mittag eingefunden, um der Staatsministerin über ihre Arbeit, aber vor allem ihre Probleme zu berichten. Nach der Begrüßung durch den Hausherrn Heinrich Sinder und einem Statement der Staatsministerin zu Zielen der Flüchtlingsarbeit mit dem Tenor „Wir wollen nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholen“ musste sich Özoguz ganz konkret mit den Schwierigkeiten der Helfer vor Ort auseinandersetzen.

Gekommen waren Vertreter unterschiedlicher Organisationen wie des Bürgerzentrums Schuhfabrik, des Fördervereins für Flüchtlinge Ahlen, der Awo, und von Innosozial. Als streitbare Vertreterin der Kommunen, die laut Daldrup nicht allein gelassen werden sollen mit den Problemen, sich aber oft so fühlen, als wälze Berlin die Probleme auf sie ab, hatte sich die Beelener Bürgermeisterin Elisabeth Kammann von der Freien Wählergemeinschaft Beelen nach Ahlen aufgemacht. Sie wollte ihre Sorgen an höchster Stelle zu Gehör zu bringen. Kammann bat neben vielen anderen Aspekten darum, Asylbewerber, die keine Aussicht auf Anerkennung hätten, doch gar nicht erst auf die Kommunen zu verteilen. Besonders die vielen Ehrenamtlichen hätten sonst das Gefühl, ihre Arbeit fruchte nicht und löse Frustrationen aus. Probleme mit erst nach Monaten kommenden Bescheiden, im Bürokratiedschungel verschwundenen Papieren und anderen Misslichkeiten gaben einen Eindruck von den Herausforderungen, denen die Kommunen sich stellen müssen.

Aber auch Christiane Busmann vom Büz, in dem man seit mehr als 20 Jahren Flüchtlingsarbeit leistet, bat um mehr Verlässlichkeit bei der Förderung der erforderlichen Stellen. Wenn Organisationen solche Stellen sechs Monate vorfinanzieren müssten, sei das ein großes Problem und habe nichts mit Nachhaltigkeit zu tun. Man könne die Arbeit nicht nur Ehrenamtlichen überlassen.

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