Stadt gegen Action im Zeppelincarrée
Bild: Lange
Action will gern rein, doch die Verwaltung hat etwas dagegen: Als Standort für ihre Filiale hat die Discounterkette das Zeppelincarrée ins Auge gefasst. Die Stadt Ahlen sieht dieses Bemühen mit Skepsis und befürchtet eine Schwächung des Handels in der Innenstadt.
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Der Stadtplanungs- und Bauausschuss beschäftigt sich am Dienstag, 13. September, mit der Aufstellung eines Bebauungsplans, mit dem die Entscheidung über die Zulässigkeit der Bauvoranfrage von Action für zwölf Monate ausgesetzt werden kann.

Vom Tisch ist eine Action-Filiale in Ahlen damit nicht: Laut Beschlussvorlage will die Verwaltung mit dem Konzern Alternativen im Innenstadtbereich erörtern.

Grundlegend für diese Entwicklung ist das Einzelhandelskonzept, das einer innenstadttypischen Einzelhandelsentwicklung im Zeppelincarrée widerspricht. Dort dominierten soziale und medizinische Dienstleister. Die Nahversorgung des Ahlener Ostens sieht die Verwaltung seit 2011 mit den Neuansiedlungen am Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz erfüllt. Das Zeppelincarrée spiele hier eine untergeordnete Rolle.

Die Bekleidungsgeschäfte an der Ostbredenstraße „mit einem zentrentypischen Hauptsortiment“ konkurrierten aufgrund ihrer Größenordnung und der räumlichen Nähe zur Innenstadt bereits mit dem Hauptgeschäftszentrum. Ein Action-Markt im Zeppelincarrée mit einer Verkaufsfläche von circa 795 Quadratmetern könnte diese Situation verschärfen: „Die starke Preisorientierung regt den Kunden zu Zusatz- beziehungsweise Impulskäufen an und entzieht dem herkömmlichen Einzelhandel somit Kaufkraftpotenzial für innenstadttypische Sortimente in der Innenstadt und den Nahversorgungszentren im Stadtgebiet“, heißt es in der Beschlussvorlage weiter.

Die Verwaltung stützt ihre Argumentation auf bereits vorhandene Leerstände, unter anderem im Marktkauf-Gebäude. Vorrangiges Ziel des Einzelhandelskonzeptes sei „die gezielte Lenkung von potenziellen Einzelhandelsvorhaben mit zentrenrelevantem Hauptsortiment in die Innenstadt“. Mit der Aufstellung eines einfachen Bebauungsplans zum Ausschluss von zentrenrelevantem Einzelhandel könne die Zulässigkeit des Action-Marktes im Zeppelincarrée verhindert werden.

Der Stadtplanungs- und Bauausschuss tagt am Dienstag, 13. September, ab 17 Uhr im Sitzungssaal II. Am 26. September diskutiert der Hauptausschuss das Thema, bevor der Rat in seiner Sitzung am 29. September über das Vorhaben entscheidet.

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