Stadt rechnet mit 300 bis 400 Asylbewerbern
Bild: Jotzeit
In der ehemaligen Bodelschwinghschule, die als weitere Gemeinschaftsunterkunft hergerichtet wird, sollen zugewiesene Asylbewerber untergebracht werden.
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Für die Sitzung des Integrationsrates am kommenden Donnerstag (17 Uhr, Altes Rathaus, Markt) hat die Verwaltung eine Vorlage mit dem künftigen Nutzungskonzept für die ehemalige Hauptschule vorbereitet. Wie berichtet soll die Notunterkunft des Landes in der Bodelschwinghschule zum 30. April geschlossen werden. Bereits zum 31. März geht die Notunterkunft in der Westfalenkaserne außer Betrieb. Beide Einrichtungen verfügen zurzeit noch über eine Aufnahmekapazität von 850 Personen, die der Stadt Ahlen auf die Zuweisungsquote angerechnet werden.

 „Gemäß Flüchtlingsaufnahmegesetz ist die Quote dann in monatlichen Schritten von 20 Prozent durch entsprechende Zuweisungen aufzufüllen“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Eine seriöse Aussage über die Zahl der aufzunehmenden Flüchtlinge könne die Verwaltung derzeit noch nicht machen. Klarheit über die Aufnahmequote habe auch kein Gespräch von Bürgermeister Dr. Alexander Berger mit dem Regierungspräsidenten in Arnsberg gebracht. Diese wollen im Frühjahr eine Zielvereinbarung über die Höhe der monatlichen Zuweisungen schließen.

Die Flüchtlinge sollen zunächst in Gemeinschaftsunterkünften einquartiert werden. Nach einer Eingewöhnungsphase ist geplant, die Menschen ohne zeitlichen Druck auf den Ahlener Wohnungsmarkt zu vermitteln. Da die Unterbringungsmöglichkeiten in den bestehenden Unterkünften am Hermesweg in Dolberg, an der Otto-Schott-Straße und im Haus am Park nur begrenzt seien, will die Stadtverwaltung die Bodelschwinghschule für eine zeitlich begrenzte Unterbringung von Asylbewerbern nutzen. Voraussetzung dafür sei die bauliche Anpassung der ehemaligen Hauptschule an die Bedürfnisse einer Gemeinschaftsunterkunft. Die Planungen dafür sollen den politischen Gremien demnächst vorgestellt werden.

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