Stadt rührt Werbetrommel für das Radfahren
David Knor, Ahlens Mobilitätsmanager, fährt mit dem Lastenrad für städtische Bedienstete. Zu sehen ist es am Fahrradaktionstag am Schöneberger Platz.

Dabei könne jeder bei sich selbst anfangen und dazu beitragen, den Ausstoß von Kohlendioxid zu reduzieren: Mit der Entscheidung für ein klima- und umweltfreundliches Fortbewegungsmittel. Dr. Berger ist überzeugt: „Am besten ist man auf dem Fahrrad unterwegs.“ Ahlen habe mit dem Entschluss für das Radverkehrskonzept frühzeitig richtige Wege eingeschlagen und Maßnahmen realisiert, um das Fahrradfahren attraktiver zu machen.

Alternative Mobilitätskonzepte

Für das Stadtoberhaupt steht außer Zweifel, „dass die Zukunft in den Städten alternativen Mobilitätskonzepten gehört.“ Radfahren sei die intelligenteste, preiswerteste und gesündeste Art der Fortbewegung in einer Stadt der Größenordnung Ahlens.

Mit zwei Aktionen will die Stadt für das Radfahren die Werbetrommel rühren und auch denjenigen auf den Sattel verhelfen, die bislang lieber mit dem Auto in die Innenstadt fahren. Den Auftakt bildet der Fahrradaktionstag am kommenden Samstag, 22. Juni. In der Oststraße am Schöneberger Platz (gegenüber des HBB-Einkaufzentrums) rollt die Stadt dafür von 11 bis 15 Uhr den roten Teppich für die Radler aus.

Zur Rücksichtnahme animieren

Zudem präsentiert die Arbeitsgemeinschaft für fuß- und radverkehrsfreundliche Städte in NRW (AGFS) ihre Kampagne „Liebe braucht Abstand“. Häufigste Ursache für Unfälle im Stadtverkehr sei zu geringer Sicherheitsabstand, so Mobilitätsmanager David Knor. „Darauf wollen wir hinweisen und zu mehr Rücksicht animieren.“

Auf geführten Rundtouren, die etwa zehn Minuten dauern und am Schöneberger Platz starten, erfahren Interessierte, dass die neue Radverkehrsführung auf der Südspange nicht so kompliziert ist. Anmeldungen für die Touren, die in Kleingruppen zwischen Buschhoff-Kreisel und Gebrüder-Kerkmann-Platz pendeln, nimmt Knor telefonisch und per E-Mail entgegen. Am Glücksrad gibt es kleine Preise zu gewinnen und eine Ausstellung zeigt alltagspraktische Falträder. „Die lohnt es, sich anzuschauen“, rät Knor.

Fahrradverkehrsführung auf der Südspange

Der ADFC bietet ab 11 Uhr eine Codieraktion an. Das Codieren kostet zehn Euro, Mitglieder des ADFC zahlen die Hälfte. Zudem sind ab 11.30 Uhr Aktionen geplant, mit denen die neue Fahrradverkehrsführung auf der Südspange vorgestellt wird.

Vom 25. August bis zum 14. September heißt es wieder „Stadtradeln für ein besseres Klima.“ In diesem Zeitraum können Mitglieder des Stadtrates sowie alle Bürger, die in Ahlen arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen bei der Kampagne Stadtradeln mitmachen und möglichst viele Radkilometer sammeln. Anmelden können sich Interessierte schon jetzt unter www.stadtradeln.de/ahlen.

128 439 Kilometer zu schlagen

Zu schlagen sind 128 439 Kilometer, die im vergangenen Jahr mit vereinten (Waden)-Kräften in Ahlen erradelt worden sind. „Beim Stadtradeln geht es um Spaß am und beim Fahrradfahren sowie tolle Preise, aber vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, erklärt Mobilitätsmanager Knor.

Ausführlicher Bericht in der „AT“-Ausgabe vom 19. Juni 2019.

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