Stadt will freie Bauflächen erfassen
Bild: Jens Schierenbeck
In einem Baulandkataster will die Stadt Ahlen die Grundstücke erfassen, für die es Baurecht gibt und die nach der Genehmigung eines Bauantrages sofort bebaut werden könnten.
Bild: Jens Schierenbeck

 „Es geht um Flächen, die für den durchschnittlichen Häuslebauer interessant sind“, erklärt Ahlens oberster Stadtplaner, Mattias Bartmann. Das bedeutet: „Alle Grundstücke, für die es Baurecht gibt, auf denen man also nach genehmigtem Bauantrag praktisch sofort loslegen kann.“

Wie viele Flurstücke und Teilgrundstücke diese Bedingungen für kleinere Wohnbebauung erfüllen, will Bartmann noch nicht verraten. Er geht aber davon aus, dass einige Eigentümer möglicherweise nicht wissen, dass ihr Grundstück noch Bebauungsmöglichkeiten bereithält. So könnte das Kataster, das auf Basis früherer Verzeichnisse, aktueller Luftbilder und einiger Begehungen erstellt wurde, nicht nur für Bauherren interessant sein.

Allzu viele Details über die Baulücken verrät das Kataster jedoch nicht: Das jeweilige Flurstück und seine Nutzungsart werden angegeben, während sämtliche Namen von Eigentümern, Pächtern oder anderweitigen Nutzern vertraulich bleiben.

Was kann ein Interessent tun, wenn er eine attraktive Fläche gefunden hat? Bartmann räumt ein, dass die Suche nach dem Besitzer eine Herausforderung sein kann. „Da braucht man im Zweifelsfall ein bisschen Fantasie, weil das Daten sind, die wir nicht herausgeben dürfen“, erklärt er. Das Amtsgericht gewähre Einsicht in das Grundbuch, wenn es ein berechtigtes Interesse des Antragsstellers anerkenne.

Im Übrigen sei aber auch eine Nachfrage bei Nachbarn manchmal hilfreich. Durch Widerspruch bei der Stadtverwaltung können Grundstückseigentümer verhindern, dass ihre Flächen genannt werden. Auch nach Ablauf der Frist am 21. Dezember sei es noch jederzeit möglich, einmal veröffentlichte Fläche wieder aus dem Kataster nehmen zu lassen, betont Mattias Bartmann.

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