Stadthistorikerin sucht Schätze aus Ahlener Emaillezeit
Bild: Jotzeit
Ein Luftbild aus dem Jahre 1956 und eine Infobroschüre halten (v. l.) SKF-Geschäftsführerin Beatrix Herweg, Stadthistorikerin Dr. Silke Eilers und SKF-Vorsitzende Elisabeth Ludwig in Händen. Sie hoffen nun auf weitere Fotos und Dokumente über die Emailleindustrie
Bild: Jotzeit

Konkreter Anlass ist der Tag des offenen Denkmals, der am Sonntag, 11. September, (das „AT“ berichtete) veranstaltet wird. In Anlehnung an das von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in diesem Jahr vorgeschlagene Thema „Romantik, Realismus, Revolution – das 19. Jahrhundert“ besteht an diesem Tag die Möglichkeit, zwei Gebäude aus der Zeit der ersten Industrialisierungsphase in der Wersestadt zu besichtigen.

Bei den herrschaftlichen Objekten handelt es sich um die Villen der beiden Emaille-Fabrikanten. Das ehemalige Haus von Johannes Beumer steht an der Königstraße 8, das des Fabrikanten und Ackerbürgers Wilhelm Tovar an der Warendorfer Straße 8. In beiden Objekten ist heute der Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF) beheimatet.

„Wir wollen aber nicht nur die Architektur der Baudenkmäler betrachten, sondern den ganzen Hintergrund etwas erhellen“, begründet Dr. Silke Eilers ihren Aufruf an die Ahlener Bürgerschaft. „Bislang gibt es relativ wenige Fotos und Dokumente aus der damaligen Zeit“, sagt die Stadthistorikerin. Sie hofft nun, dass die Ahlener noch einmal auf den Dachböden oder in alten Fotoarchiven stöbern. „So können wir Forschungslücken füllen und einen Beitrag zur weiteren Aufarbeitung der Stadtgeschichte leisten“, sagt sie.

Interessant sei alles: von der Firmengeschichte der Gebrüder Beumer sowie Rollmann & Tovar über die Familiengeschichte der beiden Fabrikanten bis hin zu alten Fotos und netten Geschichten aus dem Alltag.

Darüber hinaus bestehe Interesse an Material zur Nordstraße, ergänzt Dr. Silke Eilers. Zumal im Rahmen von vier Führungen am Tag des offenen Denkmals der Spaziergang zwischen den beiden Baudenkmälern über diese Straße führe.

Wer entsprechendes Material als Leihgabe zur Verfügung stellen möchte, kann sich direkt an Dr. Silke Eilers unter Telefon 02382/59290 oder per E-Mail eilerss@stadt.ahlen.de wenden. Gestartet werden die Führungen am Sonntag, 11. September, am Baudenkmal Königstraße 8. Sie beginnen um 11, 11.30, 14.30 und 15 Uhr.

(Ausführlicher Bericht in der Ausgabe vom 26. August.)

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