Stallluft schnuppern bei Schweinchen Dick
Bild: Wittmann
Raus in die Natur geht es beim „Tag der offenen Höfe“. Auch Rainer und Jutta Eckervogt sind bei der Aktion „Frag doch mal den Landwirt“ in Ahlen dabei.
Bild: Wittmann

Normalerweise bleibt Fremden zum Schutz der Tierbestände nämlich der Zutritt verwehrt. Der Hof Eckervogt an der Walstedder Straße 280 ist eigentlich eher für Wohlgerüche und Gaumengenüsse bekannt, denn dort gibt es Blumenfelder für Selbstpflücker. Und im Herbst säumen unzählige Kürbisse in verschiedenen Varianten die Zufahrtsstraße. Jutta Eckervogt (35) bietet Blumen und Kürbisse in der Direktvermarktung an.

Ihr Mann Rainer Eckervogt (38) und dessen Vater Franz-Josef kümmern sich um die 750 Mastschweine. Mehr sei auch im Nebenerwerb nicht machbar, so Rainer Eckervogt. Alleine für die Tierkontrolle seien täglich drei bis vier Stunden nötig. Zum Hof, der in fünfter Generation von der Familie Eckervogt bewirtschaftet wird, gehören 34 Hektar Land. Das angebaute Getreide wird an die Tiere verfüttert. Am Sonntag, 25. Juni, können sich die Besucher, gehüllt in Schutzkleidung, durch die Schweineställe führen lassen. Da es alte Gebäude seien, falle jedes Abteil anders aus. Bis zu 120 Tiere lebten in einer Bucht, erläutert Rainer Eckervogt, von Beruf Techniker und Landwirt.

Wer sich den Geruch ersparen möchte, kann auch durch ein Fenster in den Stall blicken. Zu sehen sind Schweine mit einem Gewicht von 25 bis 120 Kilogramm. Täglich futtern sich Schweinchen Dick & Co. laut Eckervogt 800 bis 1000 Gramm auf die Rippen. Der Betrieb sei, wie Jutta und Rainer Eckervogt erklären, auf die Aktion Tierwohl ausgerichtet – wenngleich sie dort für die Aufnahme noch auf der Warteliste stünden. Zum Wohlbefinden sollen nachgerüstete Fensterflächen und Spielmaterial beitragen, etwa Gummibälle und Holzlatten, auf denen die Schweine herumkauen können. „Ein höherer Standard, als man eigentlich müsste – angesichts des Erlöses, den man bekommt“, sagt Eckervogt.

Mehr im „AT“ vom 17. Juni.

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