Startschuss für Ludgeri-Höfe gefallen
Bild: Hövelmann
6,4 Millionen Euro beträgt das Investitionsvolumen für das Quartiers- und Wohnprojekt St. Ludgeri in Ahlen. Schon nächsten Monat sollen die Abriss- und Bauarbeiten für die Ludgeri-Höfe beginnen. Das Bild zeigt (v. l.) Pfarrer Dr. Ludger Kaulig, Helga Schulze (Hilfe vor Ort), Elke Kraskes (Caritas Sozialstation), Gerda Borgmann (Caritasverband), Norbert Niehoff (Caritas-Sozialstation), Heinrich Sinder (Caritasverband), Sabine Holzkamp (Gemeindecaritas), Hildegard Wonnemann (Kirchortteam St. Ludgeri) sowie Josef Schmedding (Caritasverband).
Bild: Hövelmann

„Es ist ein Vorhaben mit großen Dimensionen, durch das der Stadtteil gestärkt wird“, sagte Heinrich Sinder, Geschäftsführer des Caritasverbands für das Dekanat Ahlen. Zusammen mit der Katholischen Kirchengemeinde St. Bartholomäus wird der Verein das Projekt realisieren.

Analyse hat Bedarfe offengelegt

Eine Sozialraumanalyse hatte die konkreten Bedarfe der Ahlener offengelegt. Das Ergebnis: Es fehlt nicht nur an bezahlbarem, barrierefreiem sowie rollstuhlgerechtem Wohnraum. Auch ein Mangel an Betreuungs- und Versorgungsplätzen für Menschen, die nicht mehr alleine in ihrer Wohnung leben können, besteht. „Außerdem wünschen sich die Bürger einen Ort der Begegnung“, sagte Sinder. Die Ludgeri-Höfe vereinen all das: Sie bieten bezahlbaren Wohnraum, zwei Wohngemeinschaften für Mieter mit besonderem Betreuungsbedarf und ein Quartierstreff.

„Die Menschen wohnen gern in ihrem Stadtteil. Sie wollen auch im Alter bleiben“, betonte Sabine Holzkamp (Gemeindecaritas). Ziel des Projekts sei es, die Gemeinschaft zu fördern. Sinnbildlich dafür stehe der Kirchturm: Als zentrales Element verbinde er Neubau, Gemeindezentrum und Kirche.

Drei Gebäude müssen für Neubau weichen

Zum Konzept gehört auch, dass Mieter und Besucher selbst über den Umfang der Unterstützung entscheiden, die sie in Anspruch nehmen wollen. „Selbstständigkeit und Autonomie der Betroffenen sollen möglichst lange erhalten werden“, betonte Sinder.

Drei Bestandsgebäude müssen für die zwei Neubauten weichen: der alte Pfarrsaal, das alte Pfarrhaus sowie das ehemalige Haus Ludgeri. Bereits im Juli beginnt die Firma Meyer aus Beckum mit den Abrissarbeiten. Im September startet das Wolbecker Unternehmen Natrup mit der 18-monatigen Bauphase. „Vier Wochen früher als ursprünglich angenommen“, so Sinder. Die neuen Häuser entstehen parallel zur Gemmericher Straße.

Fertigstellung für März 2020 geplant

Realisieren lässt sich das Projekt durch Fördergelder der Stiftung Wohlfahrtspflege und des Deutschen Hilfswerks. Auch die öffentliche Förderung für den sozialen Wohnungsbau ist den Verantwortlichen sicher. Voraussichtlich im März 2020 sollen die Ludgeri-Höfe bezugsfertig sein.

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