Sternsinger sammeln für Kinder in Not
Bilder: Lohmann
123 Sternsinger haben sich am Samstagmorgen an der St.-Bartholomäus-Kirche in Ahlen auf den Weg gemacht, um den Segen in 32 Bezirke zu bringen und Geld für einen wohltätigen Zweck zu sammeln.
Bilder: Lohmann

Insgesamt kamen so knapp 11 100 Euro zusammen. Das gab Pfarrer Willi Stroband nach einer mehrstündigen Zählung am späten Samstagabend bekannt.

Auch in St. Elisabeth, St. Gottfried, St. Josef, St. Lambertus, St. Ludgeri und St. Marien waren die drei Weisen aus dem Morgenland unterwegs. Unter dem Titel „Segen bringen, Segen sein“ wollen junge Sternsinger bis zum Dienstag, 6. Januar, bundesweit Bares auftreiben, mit dem die gesunde Ernährung von Kindern des Inselstaates in Südostasien gefördert werden soll.

Verkleidet als Caspar, Melchior und Balthasar bekamen die Sprösslinge am Samstagmorgen den Segen von Pfarrer Willi Stroband. Außerdem versprach er: „Wer fünfmal abgewiesen wird, darf mit mir ins Kino gehen.“ Gleichwohl gestand der Geistliche beim Gedanken an die vorherigen Jahre ein, dass er die Handlungsstränge der Geschichten von Bibi Blocksberg und ihren Pferden schon „wiehern“ könne. Gute Chancen auf jene Kinokarten hatten Juli (9), Elainy (10) und Lis (10). In Begleitung von Meike Großophoff brachten die drei Könige in einem der 32 Bezirke den Segen vor die Haustüren.

In Bezirk 12 baten (v. l.) Juli, Elainy und Lis um eine Spende, um Kindern auf den Philippinen zu helfen.
Allerdings machten sie auch positive Erfahrungen, was nicht zuletzt eine gut gefüllte Tüte mit Süßigkeiten und Getränken sowie nette Gespräche bestätigten. Nach knapp drei Stunden in ihrer Mission stärkten sie sich im Barthelhof mit einem Mittagsessen. Mehrere Helfer bereiteten ehrenamtlich die Speisen zu.

Diese Zeit nutzten die Organisatoren Dominic Balmes, Svenja Kokenkemper und Julius Koßmann, um im Obergeschoss den ersten Kassensturz zu machen. Vier Stunden nach Beginn der Aktion zählten sie bereits rund 4000 Euro. Da die letzte Gruppe erst um kurz vor 21 Uhr wieder den Weg ins warme Pfarrheim fand, stand das Endergebnis erst am späten Abend fest.

„Wir waren in der Bauerschaft und haben uns Affen und Papageien anschauen müssen“, erklärte Stroband humorvoll zeitintensive Wege und Aufenthalte. Nach Angaben des Organisatoren-Teams lag die Beteiligung am Sternsingen in St. Bartholomäus in diesem Jahr deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre, in denen bis zu 210 Kinder die Aktion unterstützt hätten.

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