Stimmung wie an der spanischen Küste
Martin Feldhaus
Fast 100 Gäste genossen diekulinarischen Köstlichkeiten aus dem Haus „El Alba Espanol“ im Zelt auf dem Marktplatz.
Martin Feldhaus

Auf dem Grill brutzeln leckere Steaks und Rindfleischspieße. Nebenan duftet es himmlisch nach Kabeljaufilet und frischen Garnelen: Beim Spanischen Sommerfest auf dem Marktplatz fährt das Team vom Restaurant „El Alba Espanol“ am Samstag und Sonntag quasi alle Köstlichkeiten der spanischen Küche auf und sorgt damit bei den Gästen für Gaumenfreuden der besonderen Art. Die freuen sich über die späte Entschädigung für den ausgefallenen Gourmetmarkt und schlemmen sich nach Herzenslust in mehreren Gängen durch das reichhaltige Angebot.

Dort, wo normalerweise in Ahlens „guter Stube“ der Bürgerbrunnen plätschert, steht am Wochenende ein großes Festzelt mit 60 Sitzplätzen. Unter der Decke schweben zahlreiche Luftballons in den spanischen Landesfarben Rot und Gelb, so wie es sich für ein echtes spanisches Sommerfest gehört.

An den Tischen genießen die bis zu 100 Gäste im Zelt und der Open-Air-Aufenthaltszone zwischen Zelt und Bartholomäuskirche das breite Repertoire, das die spanische Küche bietet. Im Akkord tragen Augusto und Manuela Munoz Ramirez de las casas Deza und ihre Mitarbeiter vom „El Alba Espanol“ leckere Vorspeisen und Hauptgerichte zu den Tischen, kommen mit der Bedienung angesichts der zahlreichen Bestellungen teilweise kaum noch nach.

Auch das Team von Gastwirt Henning Gosda („Alte Liebe unser Keller“) bekommt zu spüren, dass das Sommerfest am Samstagabend restlos ausgebucht ist. Eine Karaffe Rot- und Weißwein nach der anderen geht über den Tresen und rundet das kulinarische Angebot ab.

Aber fehlt da nicht noch etwas? Natürlich, denn was wäre ein spanisches Fest ohne passende Livemusik? Für die sorgt am Samstagabend Sänger Manuel Rague, der die Gäste mit mitreißendem Flamenco und rassigem Latin-Pop verwöhnt. Das ergänzt die Gaumenfreuden um einen wahren Ohrenschmaus und sorgt für eine Stimmung wie in einem gemütlichen Restaurant an der spanischen Küste.

Kleiner Wermutstropfen: Das kalte Wetter am Samstagabend. Das ist aber spätestens nach dem Essen egal, da Manuel Rague zur Hochform aufläuft und den Gästen durch Klatschen und Tanzen auch so heiß genug wird. Dafür spielt das Wetter am zweiten Tag des Sommerfestes voll mit und zieht am Sonntag erneut viele Gäste auf den Marktplatz.

„Es ist sehr gut gelaufen und wir haben viel Lob für die Idee und die Speisen bekommen“, zieht Manuela Munoz Ramirez de las casas Deza am Ende zweier anstrengender Tage ein positives Fazit. Zwar habe organisatorisch aufgrund der strengen Hygieneanforderungen nicht immer alles reibungslos geklappt, doch das sei bei einer Premiere unter diesen Bedingungen auch nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Eine Neuauflage im kommenden Jahr kann sich die Gastwirtin sehr gut vorstellen. „Die Stadt hat uns bei der in diesem Jahr schwierigen Organisation sehr gut geholfen“, richtet sie im Gespräch mit unserer Zeitung ein Lob an die städtische Ordnungsabteilung. Auch die Zusammenarbeit mit Henning Gosda habe „sehr gut funktioniert“.

Gute Voraussetzungen also für eine Neuauflage des Spanischen Sommerfestes im nächsten Jahr – dann möglicherweise auch ohne einen pandemiebedingten Mehraufwand bei der Organisation und spanische Köstlichkeiten und Musik für noch mehr Gäste.

von Martin Feldhaus

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