Storno rechnet mit Ironie und Humor ab
Bild: Fechner
„Die Abrechnung 2019“ hat das Kabarett-Trio „Storno“ am Dienstagabend in der Stadthalle Ahlen präsentiert. Das Publikum war begeistert und quittierte die Beiträge mit viel Applaus. Das Bild zeigt (v. l.) Thomas Philipzen, Harald Funke und Jochen Rüther.
Bild: Fechner

Als erster der drei Kabarettisten begrüßte Thomas Philipzen das Ahlener Publikum mit der Feststellung, dass das neue Jahr schräg begonnen habe und schon viel passiert sei. Nach dem Erzählen einiger Dönekes folgten ihm seine Kollegen Harald Funke sowie Jochen Rüther.

Schwenk nach Ostdeutschland

Gemeinsam erinnerten sie sich an den Besuch von Donald Trump in „Brexistan“, wie Harald Funke Großbritannien nannte. Dabei habe der amerikanische Präsident wie eine Apfelsine mit einem explodierten Eichhörnchen auf dem Kopf ausgesehen, steuerte Jochen Rüther mit seinem trockenen Humor bei.

Der anschließende geografische Schwenk nach Ostdeutschland landete bei den AfD-Politikern Jörg Meuthen, Björn Höcke und Andreas Kalbitz sowie der CDU-Vorsitzenden und Bundesverteidigungsministerin Annegret Kamp-Karrenbauer (AKK).

Bitterböser Liedtext

Zum YouTube-Video des Bloggers Rezo glaubte Thomas Philipzen die Bemerkung von AKK „Rezo, Du willst die CDU in 45 Minuten zerstören – das mache ich selbst“ gehört zu haben. Zum Thema Umweltverhalten und Klimaschutz bekamen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, die junge schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg und Verkehrsminister Andreas Scheuer ihr Fett weg. In einem Lied mit bitterbösem Text umschrieb Thomas Philipzen sein eigenes Umweltverhalten. Zu den Elektro-Autos fiel Harald Funke auch noch ein: „Das E-Auto ist der lautlose Tod, den hörst Du gar nicht kommen.“

50 Jahre Sesamstraße

Die Diskussion über gesundes und veganes Essen brachte in einem Lied von Harald Funke den Refrain hervor: „Dass ich nicht auf den Pott kann, da ist nix im Dickdarm, weil nichts Böses drin war.“ Nach einem Ausflug zur Feier des 50. Geburtstags der Sendung „Sesamstraße“ beschäftigten sich die drei Kabarettisten noch mit der katholischen Frauenbewegung „Maria 2.0“. Harald Funke meinte gehört zu haben, dass nun in Rom von den Kardinälen die Männerbewegung „Josef 2.0“ gegründet worden sei.

Donnernder Applaus

Auch bei den noch folgenden kabarettistischen Auseinandersetzungen mit verschiedenen Themen bewiesen die drei Kabarettkünstler aus Münster wieder einmal ihre Brillanz, Satire, Witz, Humor und Schlagfertigkeit unter einen Hut zu bekommen. Der donnernde Applaus des Publikums war ihnen gewiss.

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