Streifzug durch Ahlens Vergangenheit
Bild: Voss-Loermann
Werbung für den Tag des offenen Denkmals in Ahlen am Sonntag, 9. September, machten im Treppenhaus des Wohnhauses der Familie Krämer-Epke, Auf dem Westkamp 14, (v. l.) Nicole Wittkemper-Peilert, Michael Scharf, Dr. Alexander Berger, Christa Quante-Ottemeier, Werner Krokor und Johannes Epke.
Bild: Voss-Loermann

Bei einem Pressegespräch wurde das Programm für den diesjährigen Aktionstag am Sonntag, 9. September, vorgestellt. Ausgesucht hatten sich die Veranstalter unter Federführung von Bürgermeister Dr. Alexander Berger zur Programm-Präsentation das Haus Epke, Auf dem Westkamp 14, eine ehemalige Fabrikantenvilla der Familie Tovar, die einst die Firma Rollmann und Tovar besessen hatte.

Der heutige Bewohner, Johannes Krämer-Epke, ist ein Enkel von Johannes Tovar, dem Vater seiner Mutter. Der Großvater, so berichtete Enkel Johannes Epke am Mittwoch beim Treffen in seinem Garten, habe das Haus in den 1920er-Jahren erbaut. „Als es unter Denkmalschutz gestellt werden sollte, haben mich viele Bekannte gewarnt, ich sei anschließend nicht mehr Herr im eigenen Haus, könne baulich nichts mehr machen“, erinnerte sich der Hausherr. Doch diese Unkenrufe hätten sich überhaupt nicht bewahrheitet, berichtete er. Im Zuge der Sanierung des Hauses habe es stattdessen eine gute Zusammenarbeit mit der Denkmalbehörde gegeben.

Zurückzuführen sei das aber auch, so Nicole Wittkemper-Peilert, auf die Kooperationsbereitschaft des Hauseigentümers. Der hatte im Zuge der Renovierungen auf den Wänden im Treppenhaus grafische Muster entdeckt, die aus der Zeit des Hausbaus stammten. „Statt sie einfach überzustreichen oder zu tapezieren hat Herr Epke sich darum bemüht, die Relikte aus der Bauzeit zu schützen und wiederherzustellen“, lobte die Denkmalpflegerin. Das Ergebnis konnte am Mittwoch besichtigt werden und beeindruckte die Besucher, Michael Scharf vom ADFC, Christa Quante-Ottemeier von den Stadtbildmachern, und Werner Krokor von der Fotogruppe Kontrast ebenso, wie die noch erhaltenen Bleiverglasungen der Fenster im Treppenhaus.

Denn neben dem Haus Epke gibt es am Tag des offenen Denkmals in diesem Jahr die Maschinenzentrale, das Grubenwehrmuseum und die Fördertürme der Zeche Westfalen sowie die Trafostation im Pattenmeicheln zu besichtigen (siehe nebenstehendes Programm). Zudem bietet der ADFC eine geführte Fahrradtour durch Ahlen zu den genannten Denkmälern an.

Das Programm:

Wohnhaus Epke, Auf dem Westkamp 14: Führungen 12, 14 und 16 Uhr;

Trafostation, Im Pattenmeicheln, (am Kreisverkehr Europaplatz): Öffnungszeit 12 bis 17 Uhr, Führungen durch den Verein „Stadtbildmacher“ mit Kaffee und Kuchen;

Zeche Westfalen: Am Grubenwehrmuseum ist Start und Ziel der Führungen, Öffnungszeiten 14 bis 18 Uhr mit Grillwurst, Getränken, Kaffee und Kuchen; Fördertürme, Führungen 14 und 16 Uhr; Maschinenzentrale, Fotoausstellung „Industriekultur“ der Gruppe Kontrast, Öffnungszeit 12 bis 18 Uhr.

Der ADFC bietet eine geführte Radtour zu den genannten Orten an, Dauer etwa drei Stunden. Start ist um 12 Uhr am Parkplatz des Grubenwehrmuseums.

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