Superwahltag: Fünf auf einen Streich

Die Vorbereitungen für den Super-Wahlsonntag am 25. Mai mit gleich fünf Urnengängen laufen im Rathaus auf vollen Touren.

„Wir treffen uns schon jetzt wöchentlich“, sagte Gabriele Hoffmann, Leiterin des Fachbereichs Recht, Sicherheit und Ordnung, am Dienstag bei einem Pressegespräch im Rathaus. Immer wieder ergäben sich neue Fragen, die gelöst werden müssten. Ein Beispiel sei die Farbe der Wahlzettel, ein anderes die angemessene Zahl der Wahlplakatflächen. Mühsam sei für den Marathon-Wahl zudem die Suche nach den 211 Wahlhelfern, die für die Besetzung der 23 Wahlvorstände im Stadtgebiet sowie die fünf Briefwahlvorstände im Städtischen Gymnasium benötigt würden.

Auf den Punkt brachte es Norbert Krichel, zuständig für das Briefwahlbüro und die Wahlvorstände: „Bislang hat sich erst ein Freiwilliger als Wahlhelfer gemeldet.“ 2009 seien es letztendlich sieben gewesen. Allerdings habe er schon externe Dienststellen angeschrieben, um Bedienstete als Wahlhelfer zu gewinnen, die ihren Wohnsitz in Ahlen hätten. Ein weiteres Problem sei, dass die Wahlhelfer mindestens 18 Jahre alt sein müssten. Bei einer Kommunalwahl hätten sich auch 16-Jährige melden können. Das gelte aber nicht für die EU-Wahl.

Die Zahl der Wahlberechtigten schätzte Silke Fischer, zuständig für die Wahlen und die Organisation, bei der Kommunalwahl auf rund 40 500, bei der Wahl zum Europäischen Parlament auf rund 38 000. Völlig offen sei indes die zu erwartende Zahl bei der Integrationsratswahl. „Wir schwimmen da noch etwas“, gestand sie offen ein. „Bislang gehen wir von gut 6000 Wahlberechtigten aus“, sagte sie. Allerdings könne sich die Zahl noch verdoppeln oder gar verdreifachen, da erstmals auch Ahlener, die eingebürgert worden seien, wahlberechtigt seien. „Dieser Personenkreis muss selbst aktiv werden und sich in das Wahlverzeichnis eintragen lassen“, wies Daniela Noack aus dem Integrationsteam der Stadt auf die Neuregelung hin.

Darüber hinaus werde bei der Integrationsratswahl erstmals eine Briefwahl angeboten. Sie hofft, dass das gute Ergebnis bei der ersten Integrationsratswahl noch getoppt werde. 2010 habe die Wahlbeteiligung immerhin bei 21 Prozent gelegen. „In NRW war das das fünftbeste Ergebnis“, sagte sie. „Aber es ist noch Luft nach oben.“

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