Syrisch-orthodoxe Gemeinde kauft Kirche
Bild: Knöpker
 Die Vorstände und Vertreter der aramäischen Gemeinde St.Johannes der Täufer und des Kirchorts St. Gottfried gaben am Mittwochabend den Verkauf des Areals bekannt. Lediglich der Kindergarten bleibt in Trägerschaft der Kirchengemeinde.
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„Seit vier Jahren stehen wir in Verhandlungen, aber aufwendige Vermessungsarbeiten bei der Parzellierung und die Prüfung rechtlicher Grundlagen haben den Abschluss verzögert“, ergänzte Vorsitzender Mikael Uygul. Verkauft worden ist das gesamte Areal an der Jägerstraße mit Kirche, Pfarrheim und Pfarrhaus. Ausgenommen ist der Kindergarten St. Gottfried: Er bleibt in Trägerschaft der Kirchengemeinde. Die Zustimmung des Bistums Münster wurde erteilt, über die Höhe des Kaufpreises äußerten sich beide Seiten nicht. Die syrisch-orthodoxe Kirche wird nach dem Eintrag in das Grundbuch „St. Johannes der Täufer“ heißen.

Auch künftig katholische Gottesdienste möglich

Wehmut auf der Seite der Katholiken, Freude auf der Seite der Aramäer bestimmten das Treffen mit den Vorständen und Pfarrern beider Gemeinden. „Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehen wir den Verkauf“, erklärte Elisabeth Klockenbusch, die mehr als 40 Jahre mit einem Team ehrenamtliche Arbeit in der St.-Gottfried-Kirche geleistet hat. Dankbar und froh ist sie, dass künftig weiterhin Gottesdienste in der Pfarrkirche abgehalten werden können. Im Einvernehmen mit dem neuen Eigentümer sollen auch Taufen und Beerdigungen möglich sein.

Ilona Gombert dankte dem Vorstand der aramäischen Gemeinde für die Zugeständnisse. Immerhin hatte der Kirchort St. Gottfried seit Gründung von St. Johannes der Täufer im Jahr 2002 der aramäischen Gemeinde ein „Zuhause“ in St. Gottfried gegeben. „Wir haben auch gemeinsame Feste gefeiert. Eigentlich hat jetzt nur der Besitzer gewechselt“, zog sie Bilanz. Vorsitzender Mikael Uygul sicherte volle Unterstützung bei der Nutzungsplanung zu.

Zur aramäischen Gemeinde zählen circa 190 Familien. Die Übergabe soll mit einem gemeinsamen Gottesdienst am Samstag, 11. Januar, ab 17.30 Uhr in der Kirche gefeiert werden. Der Termin liegt zwischen den Patronatsfesten am 7. Januar (aramäische Gemeinde) und 13. Januar (St. Gottfried).

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