Tatendrang beim Winterberg-Förderverin
Bild: Voss-Loermann
Der neue Vorstand des Fördervereins besteht aus (v. l.): Silke Schneider, Silke Bertram, Reiner Jenkel, Elke Schmidt, Irene Gromes, Frank Schulz, Dr. Raimund Balmes, Michael Berning, Klaus Vorbrink und Hans-Jürgen Metzger.
Bild: Voss-Loermann

Zur Versammlung kamen auch zahlreiche Nichtmitglieder im Wersehof, und der Vorstand um Gromes konnte zumindest einen Antrag auf Neumitgliedschaft verbuchen.

Vorwürfe gegen den Verein, er habe beim jüngsten Vorstoß im Rat, das Haus zu verkaufen, nicht genügend Flagge gezeigt, verstummten schnell, nachdem die Vorsitzende in ihrem Bericht die immer wieder hoffnungslos erscheinende Situation des Hauses aufzeigte. Alle zwei Jahre, so Gromes, sei die Diskussion um den Verkauf neu aufgeflammt, und das, nachdem sich der Verein mit Zeit und Geld für Renovierungsarbeiten ins Zeug gelegt habe. Als Beispiel nannte sie die Ferienwohnung, die nun nach jahrelangen Anstrengungen mit verweigerten Genehmigungen endlich fast fertig sei und für die Wintersaison Mitgliedern für 50 Euro die Nacht zur Verfügung stehe.

Kassierer Klaus Vorbrink erinnerte an die Mitgliederversammlung vor einem Jahr, als man mit nur sechs von 103 Mitgliedern getagt habe, zwei Personen seien seither ausgetreten, kein einziger Eintritt zu verzeichnen. Doch das soll sich jetzt offenbar alles ändern, die Zeit des Wundenleckens sei vorbei, hieß es. Denn gekommen waren an diesem Abend auch potenzielle Investoren, die Geld, Material oder Arbeitskraft in das Haus stecken wollen, wenn es denn gerettet werden kann. Und da stellte sich heraus, dass die Planung dafür durchaus ihre Tücken besitzt.

Andreas Kraft etwa mahnte dringend ein Konzept für die Renovierung an, das mit der Stadt als Trägerin abgestimmt sein müsse. Ohne das werde man wohl keine Investoren locken könne. Denn schließlich riskiere niemand Kapital, wenn nicht sichergestellt sei, dass es für den gedachten Zweck verwendet würde. Voller Tatendrang zeigten sich Knut Schneider und Karsten Uhlenbrock. Silke Schneider konnte mit ihren Erfahrungen von der Rettung der Paul-Gerhardt-Kirche berichten. Dabei wurden auf einem Anderkonto Spenden gesammelt. Sollte das Vorhaben, die Rettung des Schullandheims, scheitern, würde diese an die Spender zurückgezahlt. Der Verein, so Frank Schulz, müsse gegenüber der Stadt Gesprächsbereitschaft zeigen, „denn wir sind die einzigen Ansprechpartner“.

Mehr zur Mitgliederversammlung des Fördervereins Schullandheim Winterberg lesen Sie in der Ausgabe des „Ahlener Tageblatts“ vom 25. Oktober.

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