Taube gerettet aus Krankenhaus-Foyer 
Bild: Jotzeit
Retter in der Not: (v. l.) Carsten Villinger, Marcus Schroeder, Paul Hartmann und Markus Schlüter von der Feuerwehr gelang es, die verwirrte Taube im Foyer des Ahlener St.-Franziskus-Hospitals einzufangen und danach wieder in die Freiheit zu entlassen.
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Um 11.08 Uhr war der Hilferuf von Stefanie Marggraf, Mitarbeiterin der Krankenhauszentrale, bei der Feuerwehr eingegangen. Sie hatte beobachtet, wie das gurrende Federvieh aus dem Zwischengang gekommen war, der zur Kinderklinik führt. „Die Taube hat immer wieder versucht, nach draußen zu fliegen“, berichtete sie. Doch dabei sei sie mehrfach gegen die hohen Glasscheiben im Eingangsbereich des Krankenhauses geknallt.

Wenige Minuten nach ihrem Anruf bei der Feuerwehr waren Carsten Villinger, Marcus Schroeder, Paul Hartmann und Markus Schlüter mit einem Löschfahrzeug zur Stelle. Mit ausziehbarer Alu-Leiter und einem großen Kescher bewaffnet, machten sie sich auf die Jagd, um den Vogel einzufangen, der offensichtlich auf einem Vorbau im Türbereich eine kleine Verschnaufpause eingelegt hatte.

Durch die nahenden Feuerwehrleute wurde das Tier allerdings wieder aufgeschreckt, flog erneut gegen eine Scheibe und blieb für einen Moment benommen auf dem Boden liegen. Diesen Umstand nutzten Paul Hartmann und Marcus Schroeder, um mit geübten Griff die Taube zu packen und in eine bereitstehende Plastik-Transportbox unterzubringen.

Nach einer kleinen Pause, in der sich der Renner der Lüfte ein wenig akklimatisiert und neue Kräfte gesammelt hatte, wurde er vor dem Krankenhausportal in die Freiheit entlassen.

„Solche Tierrettungen kommen öfter vor“, sagte Oberbrandmeister Villinger auf „AT“-Nachfrage. Tauben kämen dabei nicht selten vor, aber auch Katzen, Kanarienvögel und Entenfamilien seien schon von ihm und anderen Kameraden gerettet worden.

Im Foyer des Krankenhauses blieb es während der Rettungsaktion relativ ruhig. Nur wenige Besucher und Patienten verfolgten das Einfangen der Taube direkt mit. „Für mehr Aufmerksamkeit und Nachfragen hat da schon das große rote Fahrzeug auf der Straße gesorgt“, sagte Stefanie Marggraf mit Hinweis auf das Löschfahrzeug. Doch bei besorgten Nachfragen habe sie schnell Entwarnung geben können.

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