Taxifahrer geprellt: Frau vor Gericht
Eine Frau stand vor Gericht, die einen Taxifahrer nicht bezahlt hat.

Das Ahlener Amtsgericht hatte die 39-Jährige am 18. März sogar noch zu einer weitaus höheren Geldstrafe (2250 Euro) verurteilt. Damals war in der Strafe allerdings noch eine Bierflaschenattacke am Rande eines privaten Trinkgelages an der Mecklenburger Straße enthalten. Weil die Richter am Landgericht Münster jedoch zu viele Zweifel hatten, was sich in der fraglichen Nacht wirklich abgespielt hatte, beschränkten sie ihr Urteil nur auf den Taxi-Coup.

Die 39-Jährige hatte sich am 4. August 2012 mit einem Taxi vom Bahnhof zu ihrer Wohnung unweit vom Sportpark fahren lassen. Das Stoppzeichen zum Aussteigen hatte sie extra ein paar Meter entfernt gegeben. Als es ums Bezahlen ging, vertröstete die Betrügerin den Taxifahrer, sie gab vor, noch Geld aus ihrer Wohnung zu holen, ließ den Taxifahrer dann jedoch einfach im Stich.

Rund eine Stunde wartete der 65-Jährige vergeblich vor der Tür. Auch der Polizei war es später nicht mehr gelungen, die Trickbetrügerin in der Nacht aus dem Bett zu klingeln.

Erst tags darauf war die 39-Jährige bei dem Taxiunternehmen aufgetaucht, hatte sich entschuldigt und das Fahrgeld bezahlt.

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