Theresienwiese als Hundefläche eher ungeeignet
Christian Wolff
Ganz viel Platz – aber wenig Parkmöglichkeiten und zu große Nähe zur Wohnbebauung: Die städtische Ordnungsabteilung ist nicht davon überzeugt, dass sich die Theresienwiese im Nordenstadtteil als Hundeauslauffläche eignet.
Christian Wolff

Die SPD-Ratsfraktion verfolgt das Ziel, dass in möglichst allen Ahlener Stadtteilen zumindest eine abgeschlossene Freilauffläche für Hunde vorgehalten wird. Dabei geriet die Theresienwiese im Nordenstadtteil in den Fokus.

„Wollen wir das wirklich?“, fragte Rechtsdirektorin Gabriele Hoffmann am Montagabend im Ausschuss für Ordnung, öffentliche Einrichtungen und Anregungen mit Blick auf das besagte Areal. Sie habe bewusst zu dem Ansinnen keine Vorlage erstellen lassen, da sie die Modalitäten erst einmal mündlich diskutieren wollte.

Nach Ansicht der Ordnungsabteilung sei die Theresienwiese nahe dem Sportpark Nord wenig geeignet für eine Hundeauslauffläche. Es müssten zu viele bauliche Maßnahmen getroffen werden, um das Ganze passend herzurichten. So sei die Zuwegung nicht optimal, Parkmöglichkeiten gebe es nur wenige. Hinzu komme, so Hoffmann, dass die Wiese von drei Seiten durch Wohnbebauung umschlossen ist, was erfahrungsgemäß zu Problemen mit Anwohnern führe. Nicht zuletzt sei die Nutzung der Theresienwiese als Sportfläche festgeschrieben. Das müsste dann dauerhaft geändert werden.

Frederik Werning wollte den Antrag dennoch nicht sang- und klanglos beerdigen. Sein SPD-Kollege Ulrich Westhues fragte daher, ob es im Ahlener Norden nicht ein Alternativgelände gebe. „Wir haben einige Ackerflächen, die umgewidmet werden könnten“, antwortete Gabriele Hoffmann. Da müsste man aber auch erst die Pacht kündigen, die Fläche zum Auslauf umgestalten und einzäunen – das alles dauere längere Zeit. Und: „Mit ordentlicher Zuwegung und Parkmöglichkeiten wird es auch da schwierig.“

von Christian Wolff

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