Tierheim nimmt verängstigte Hunde auf
Bild: Peta Deutschland
Auf engstem Raum wurden die Hunde von einem Züchter in Niedersachsen gehalten. Alle Tiere sind laut Tierschutzorganisation verängstigt, verwurmt und voller Flöhe gewesen. Der Tierschutzverein Ahlen hat die Hunde in seine Obhut genommen.
Bild: Peta Deutschland

Um die dringend notwendige medizinische Behandlung zu finanzieren, bittet der Tierschutzverein Ahlen und Umgebung um Spenden.

Bilder machen fassungslos

Die von Peta aufgenommenen Bilder hinterlassen den Betrachter fassungslos. Sie zeigen unter anderem Hunde, die auf engstem Raum gehalten werden, sich fast schon in einem Zwinger stapeln. Auch wenig appetitliche Bilder sind darunter, die sichtbare Krankheiten offenbaren. Laut Pressemitteilung hatte die Tierschutzorganisation einen Hilferuf erhalten.

Daraufhin habe Peta gemeinsam mit dem Ahlener Mammut-Tierheim elf Hunde aus „einer grauenhaften Zuchtstätte“ in Niedersachsen gerettet. „Die Hunde vegetierten in dreckigen Stallabteilen auf einem Hof“, heißt es in der Mitteilung.

Tiere sind verwurmt und voller Flöhe

Alle Tiere seien verängstigt, verwurmt und voller Flöhe gewesen. Ihr Fell sei verdreckt, ihre Zähne seien teilweise abgebrochen gewesen. „Die Hündinnen wurden über Jahre als Gebärmaschinen missbraucht, einige von ihnen hatten Tumore an der Milchleiste“, lauten die drastischen Schilderungen Petas.

Eine ältere Golden-Retriever-Hündin habe zudem unter einem faustgroßen Geschwür am Bein gelitten. Ein älterer Cocker-Spaniel-Rüde sei fast erblindet und völlig geschwächt gewesen. Laut Mitteilung erhielten die Hunde als Nahrung tote Küken und altes Brot.

Peta: „Skandalös, kein Einzelfall“

Die gezüchteten Welpen sollen Peta-Informationen zufolge jahrelang über einen professionellen Hundehändler als Tiere aus guter geprüfter Herkunft aus deutscher Zucht angeboten worden sein. „Als wir die Zuchtanlage erreichten, bot sich uns ein Bild des Grauens“, sagt Judith Pein im Namen von Peta. „Die Hunde saßen zitternd und verängstigt in den dreckigen, dunklen Stallungen. Zwei von ihnen mussten direkt in einer Tierklinik notversorgt werden.“

Die tierärztliche Untersuchung habe noch einmal überdeutlich gezeigt, wie lange und schwer die Hunde in dem Zuchtbetrieb gelitten hätten. „Dass kranke Hunde aus tierschutzwidriger Haltung vermehrt und ihre Nachkommen als angeblich liebevolle Hausaufzucht verkauft werden, ist skandalös, aber leider kein Einzelfall“, so Pein weiter.

Die Tierschutzorganisation Peta informierte die zuständigen Veterinärämter. Für den Vermehrer aus dem Landkreis Osnabrück fordert sie ein lebenslanges Tierhalte- und Zuchtverbot sowie eine grundlegende Kontrolle des vermeintlichen Abnehmers der Welpen in Nordrhein-Westfalen.

Tierheim bittet um Spenden

Die elf Hunde werden aktuell im Mammut-Tierheim in Ahlen versorgt. Sie mussten geimpft und gegen Parasiten behandelt werden. Die Hündinnen mit den Tumoren wurden bereits operiert, andere sind wahrscheinlich trächtig. Einige Hunde benötigen weiterhin medizinische Betreuung, bis sie vom Tierschutzverein in liebevolle Hände vermittelt werden können.

Die Übergabe der Tiere an die Peta- und Tierheimmitarbeiter fand im Einvernehmen mit der Züchterfamilie statt. Wer den Tierschutzverein Ahlen unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende tun. Weitere Informationen gibt es unter www.tierheim-ahlen.de.

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