Tombrock-Haus macht dicht
Im Elisabeth-Tombrock-Haus haben sich mehrere Bewohner und Mitarbeiter mit Corona infiziert.

Das Kreisgesundheitsamt hat am Donnerstag einen Aufnahmestopp für das Elisabeth-Tombrock-Haus bis zum 26. Januar verfügt. Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens werde mit sofortiger Wirkung auch ein Besuchsverbot erlassen, hieß es in einer knappen Pressemitteilung aus dem ETH. Diese Maßnahmen seien „zum vorsorglichen Gesundheitsschutz für Bewohnerinnen und Bewohner sowie für die Mitarbeiter des Hauses erforderlich“, so Einrichtungsleiterin Anne Troester.

Am Montag hatte das Seniorenheim an der Kapellenstraße wie berichtet mehrere Corona-Verdachtsfälle in zwei Wohnbereichen gemeldet, die daraufhin geschlossen wurden. Eine Reihentestung für alle Bewohner und das Personal wurde veranlasst und am Dienstag durchgeführt. Das Ergebnis hatte Kreissprecherin Kerstin Butz am späten Donnerstagnachmittag auf Anfrage parat: 25 Bewohner und neun Mitarbeiter positiv. Die Betroffenen seien isoliert beziehungsweise in häusliche Quarantäne geschickt worden, so Butz.

Zuvor hatte der Kreis bereits einen weiteren Todesfall – ein 75-jähriger Mann – und 51 Neuinfektionen für die Stadt Ahlen gemeldet. Ihnen stehen 15 Gesundmeldungen gegenüber. Somit sind aktuell 229 Ahlenerinnen und Ahlener akut infiziert, 35 mehr als am Vortag.

Der Anstieg lässt sich nach Angaben von Kerstin Butz nicht auf einen bestimmten Ausbruchsherd zurückführen. „Es sind leider keine Cluster erkennbar.“ Man habe es mit vielen Einzelfällen zu tun, verteilt über das gesamte Stadtgebiet. Angesteckt hätten sich die Betroffenen, soweit dies zurückzuverfolgen sei, überwiegend im privaten Umfeld. „Das Gute ist“, so Butz, „dass der Inzidenzwert kreisweit trotzdem gesunken ist, auf 153,3.“ Am Dienstag hatte der Wert noch bei 178,5 gelegen. Ahlen jedoch verzeichnet erneut einen Anstieg von 257,1 am Mittwoch auf 289,5. Innerhalb der letzten sieben Tage gab es insgesamt 152 Neuinfektionen.

von Peter Harke

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