Traumstart für die Freibad-Saison
Bilder: Giesecke-Helweg
Riesenspaß im kühlen Nass hatten am Eröffnungstag im Ahlener Freibad (v. l.) Steven (10), Julian (13), Jens (11), Ergon (10), Maria (10) und Lena (11 Jahre).
Bilder: Giesecke-Helweg

Bei 24 Grad Wassertemperatur im Sportbecken und 26 Grad im Nichtschwimmerbecken strahlten die Gäste, und das entlockte ihnen immer wieder den Ausruf, wie herrlich doch das Wasser sei.

Seit Anfang März hat das Team um Thomas Schliewe auf den Eröffnungstag hingearbeitet. Auf dem rund 30 000 Quadratmeter großem Grundstück wurden die Becken mit Hochdruck gereinigt, die Außenanlage in Schuss gebracht und kleinere Reparaturen erledigt.

Brigitte Gionker gehört seit 20 Jahren zu den täglichen Frühschwimmern. Sie genießt den morgendlichen Fitnessspaß in netter Gesellschaft und die Ruhe an frischer Luft, bevor sie sich dem Alltag zuwendet. „Wir Frühschwimmer gehören keinem Verein an. Es ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Gleichgesinnten, und jeder kommt so oft er kann und möchte“, berichtete sie.

Dabei sind 20 Jahre noch gar nicht viel. Denn es gibt durchaus Damen und Herren, die seit 40 Jahren ihren Tag im Wasser beginnen und mittlerweile im Alter von 88 Jahren sind, wie die Gruppe beim traditionellen Saisonstart-Frühstück erläuterte. Jedes Jahr begrüßt die Bädergesellschaft Ahlen die treuen Wassernixen und Wassermänner mit einem kleinen Empfang. Bei Kaffee und Brötchen schaut man in rosige, entspannte, fröhliche Gesichter und erlebt Menschen voller Tatendrang. Da kommt ein blasser Passivsportler schon mal ins Grübeln, ob er nicht seinen Schatten springen sollte, damit er auch 88 Jahre alt werden kann.

„Das Freizeitverhalten hat sich verändert. Das Gesundheitssystem greift nicht mehr in allen Bereichen. Da möchten die Menschen selbst etwas tun, um aktiv und fit zu bleiben“, erklärte Thomas Schliewe. Und das sei im Freibad Ahlen gewährleistet. Denn, wenn Ende August, Anfang September das Wasser um 20 Zentimeter abgesenkt wird und die Enteisungsanlage, die den Beckenrand eisfrei halten soll, eingebaut wird, steht allen noch das 25-Meter-Becken in der Halle zur Verfügung. Bis dahin erhoffen sich Schliewe und sein Team eine sonnige Saison mit vielen zufriedenen Gästen.

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