Türöffner bei Behörden und Schulen
Stadt Ahlen
Fachbereichsleiterin Ursula Woltering und Christiane Heuser (oben v.l.) stellen Anna Siewert und Selda Comcuoglu vor (unten v.l.)
Stadt Ahlen

Dafür, dass Familien aus Südosteuropa im Alltag besser unterstützt werden und Kinder größere Bildungschancen erhalten, will sich ein Projekt der Stadt Ahlen im Fachbereich für Jugend, Soziales und Integration stark machen. „Angesprochen werden zunächst die weiterführenden Schulen in Ahlen, die Bedarfe der Zielgruppen benennen können. Wir hoffen auf eine rege Zusammenarbeit“, beschreibt Integrationsbeauftragte Christiane Heuser den ersten Schritt. Das Integrationsteam der Stadt Ahlen hat dazu zwei neue Mitarbeiterinnen eingeworben: Selda Comcuoglu und Anna Siewert führen das Projekt unter Heusers Leitung durch.

Zu den weiteren Bausteinen zählen Aufbau und Begleitung eines Pools von mehrsprachigen Alltagsbegleiterinnen und Alltagsbegleitern. „Dafür suchen wir im Südosteuropa-Team Honorarkräfte, zum Beispiel mit den Sprachen Bulgarisch, Rumänisch, Romanes oder Türkisch“, fordert Selda Comcuoglu sozial engagierte Menschen auf, sich zu melden.

„Besonders an den Schulen ist die Überwindung der Sprachbarriere wichtig, um das Bildungssystem zu verstehen und zu vermitteln und so die Bildungschancen der Kinder zu erhöhen.“ Die Honorarkräfte werden durch die Projektkoordinatorin Selda Comcuoglu qualifiziert und eingesetzt.

Anna Siewert unterstützt das Team in Organisation und Sachbearbeitung. Die geschulten Alltagsbegleiter informieren und vermitteln die Familien später weiter, indem sie als Türöffner bei Behörden, Schulen und Institutionen dienen. Die Angebote zur Unterstützung sollen Abläufe des täglichen Lebens bekanntmachen, den Umgang mit Schwierigkeiten im Alltag erleichtern und somit Hilfe zur Selbsthilfe bieten. Eine enge Verzahnung der Hilfe mit bestehenden Angeboten anderer Träger in Ahlen ist Bestandteil des Konzeptes.

Das Förderprogramm Südosteuropa des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) des Landes NRW wird seit Mai in Ahlen umgesetzt. Das Projekt richtet sich an zugewanderte Familien aus den EU2-Staaten Bulgarien und Rumänien. Es hat eine Laufzeit bis 2022. Weitere Auskünfte erteilt bei der Stadt Ahlen Projektkoordinatorin Selda Comcuoglu unter Telefon 5 92 89 oder 01 76/11 00 21 09 oder per Mail an Integration-suedosteuropa@stadt.ahlen.de.

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