Verein Haus und Grund ist führungslos
Bild: Otto
Beim Ahlener Ortsverein „Haus und Grund“ schrillen die Alarmglocken. Die Interessenvertretung der Haus- und Wohnungseigentümer steht ohne gewählten Vorstand da. Das Bild zeigt (v. l.) Dieter Fellmann und Hans-Joachim Schulte.
Bild: Otto

Nun soll bis spätestens 31. Januar 2014 eine Lösung gefunden werden. Im schlimmsten Falle gehen dann in der Geschäftsstelle an der Nordstraße die Lichter aus. 617 Mitglieder zählt die Interessenvertretung der Haus- und Wohnungseigentümer in Ahlen. Sie alle waren schriftlich zur Versammlung eingeladen worden, aber gerade einmal zwei Dutzend fanden sich im Hof Münsterland ein, um Rechenschaftsberichte zu hören, den amtierenden (Rest-)Vorstand zu entlasten und einen neuen Vorstand zu wählen.

Während die Regularien ohne Probleme abgehandelt wurden, war bei den in der schriftlichen Einladung zuvor angekündigten Wahlen absolutes Desinteresse angezeigt. Die beiden vom ursprünglich fünfköpfigen Vorstand Verbliebenen Hans-Joachim Schulte (geschäftsführender Vorsitzender) und Dieter Fellmann (Vertreter) erklärten, nach vielen Jahren Vorstandsarbeit nunmehr aus Altersgründen nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung zu stehen.

Im Vorfeld, so Fellmann, sei es nicht gelungen, aus dem Kreise der 617 Mitglieder Kandidaten für einen Vorstandsposten zu begeistern. Auch bei den anwesenden Mitgliedern tendierte die Bereitschaft gegen null. Selbst die vorübergehende Sitzungsleitung übernahm mit Ralf Steinhorst ein Externer – weil sich in der Versammlung selbst hierfür niemand fand. Doch auch Steinhorst konnte keine zufriedenstellende Lösung herbeiführen.

Nach einer anhaltenden Diskussion, bei der die hartnäckige Verweigerungshaltung anwesender Haus-und-Grund-Mitglieder angesichts des drohenden „Aus“ für den Verein nur verwundern konnte, erklärten sich Schulte und Fellmann bereit, die Geschäfte bis längstens 31. Januar 2014 kommissarisch weiterzuführen. Ihnen zur Seite hat die Versammlung per Beschluss eine vierköpfige Kommission aus Mitgliedern und einem Externen gestellt. Deren Aufgabe ist es, eine Lösung für das Führungsproblem und für den Verein zu erarbeiten.

Die Spannweite geht hierbei von der Kandidatenfindung für die Besetzung eines Vorstandes über eine Fusion mit einem anderen Ortsverein bis hin zur Liquidation. Auch die Landesgeschäftsstelle soll in den kommenden Tagen mit ins Boot geholt werden.

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