Verein rettet Pony das Leben
Schulpony Zora – hier mit Reitschülerinnen bei einem Grillfest zum 25-jährigen Bestehen des Reitvereins – ist erfolgreich operiert worden. Ermöglicht wurde der mehr als 3000 Euro teure Eingriff durch die Spendenbereitschaft der Vereinsmitglieder.

Ende Juli litt das elfjährige Schulpony Zora unter einer schweren Kolik. Das Tier hatte in jeder Hinsicht gleich mehrere Schutzengel: Die 15-jährige Pia bemerkte sofort, dass mit ihrem Lieblingspony etwas nicht stimmte. Sie informierte eine Tierärztin, die nur ein paar Minuten später vor Ort war.

Schnell habe festgestanden, dass es für Zora nicht gut aussehe, heißt es in der Mitteilung des Vereins. So mussten sich Vorsitzende Barbara Schulze Rieping und Kassiererin Jennifer Lek schnell abstimmen, wie viel Geld im schlimmsten Notfall zur Verfügung steht. Es sei direkt klar gewesen, dass Zora im Fall der Fälle nicht operiert werden könne, der Verein aber bis dahin bereit sei, alles zur Rettung des Ponys zu tun.

Da Hilfe vor Ort nicht gewährleistet werden konnte, sei Zora zur Praxis der Tierärztin in Milte gebracht worden. Der Zustand des Ponys verschlechterte sich zusehends, so dass ein Transport des Tiers in die Tierklinik in Telgte notwendig wurde. In diesem Moment beschlossen die Reitschülerinnen Pia und Anna, die zur Unterstützung mitgefahren waren, das scheinbar Unmögliche zu versuchen. Sie riefen Vereinsmitglieder an und erkundigten sich nach der Spendenbereitschaft, um eine Operation Zoras zu ermöglichen.

Innerhalb weniger Minuten kam eine große Summe zusammen. Mit diesem Wissen wurde die Operationserlaubnis für Zora erteilt. „So etwas hatten die Tierärzte in Telgte noch nie erlebt“, heißt es in der Mitteilung des Vereins. Auch in den nächsten Tagen wurden auf jedem Weg Spenden gesammelt. So wurde ein Aufruf auf Facebook gestartet, und am Stall wurde jedem Besucher ein Flugblatt in die Hand gedrückt. Nicht zuletzt durch die Unterstützung der Tierärzte konnte der Reitverein so die rund 3000 Euro teure Operation finanziell stemmen.

Mittlerweile sei Zora wieder sicher in ihrer Box angekommen, heißt es in der Mitteilung. Dem Tier gehe es gut. Die Reitschülerinnen kümmerten sich täglich um das Pony. „Der Zusammenhalt im Reitverein ist unvergleichlich und sucht sicherlich seinesgleichen“, heißt es in dem Schreiben weiter. Der Vorstand sei positiv überrascht gewesen, zu was die Gemeinschaft fähig sei.

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