„Versand kann nicht zufrieden stellen“
SPD Ahlen
Die
SPD Ahlen

Die Sparkasse ein Wirtschaftsunternehmen und damit auf gleicher Ebene wie beispielsweise Deutsche Bank und Commerzbank? Eben nicht, findet die Ahlener SPD, die sich in einer Pressemitteilung zum Thema Bargeldversorgung im Westen nicht wirklich zufrieden zeigt. Am Wochenende hatte die CDU mitgeteilt, mit der Sparkasse zusammen eine Lösung gefunden zu haben: den bis zu zweimal im Monat kostenfreien Bargeldversand per DHL-Paket.

Schon im Sparkassengesetz NRW, so die SPD dazu, seien die Aufgaben dieser Finanzinstitute klar geregelt: Geld- und kreditwirtschaftliche Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft insbesondere innerhalb ihres Geschäftsgebiets. Gewinnerzielung sei nicht das Hauptziel einer Sparkasse. „Dass dem Parteivorsitzenden der CDU und scheinbar auch dem Bürgermeister dieser Unterschied zu einer Aktiengesellschaft nicht bewusst ist, lässt tief blicken. Immerhin sitzt der Bürgermeister beratend sogar im Verwaltungsrat der Sparkasse“, kritisieren die Genossen.

Gut sei, dass die Initiative der SPD und eine Unterschriftenaktion dazu geführt hätten, dass der Bürgermeister mal aktiv werde. Ein offener Brief des CDU-Parteivorsitzenden vor sieben Monaten habe diese Wirkung nicht entfalten können. Die nun gefundene Lösung – zweimal im Monat Bargeldversand innerhalb von drei Werktagen, im Betrag begrenzt, für in der Mobilität eingeschränkte Personen und das gerade mal bis Mitte 2021 befristet – könne nicht zufrieden stellen und scheine „eher Wahlkampfunterstützung“ darzustellen. Es stellt sich den SPD-Vertretern zudem die Frage, „ob die Kunden der Sparkasse nun mittels Attest nachweisen müssen, dass sie in der Mobilität eingeschränkt sind“.

„Zählt der Ahlener Westen denn nicht zum Geschäftsgebiet der Sparkasse Münsterland Ost, sodass eine unbefristete und wirkliche Bargeldversorgung mithilfe eines Geldautomaten sichergestellt wird?“, fragen sie und bieten an: „Gerne stellt sich die SPD für weitere zielführendere Gespräche mit der Sparkasse – aber auch der Volksbank – zur Verfügung. Ganz im Sinne einer wirklichen Lösung für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Ahlen werden wir beide Institute noch in dieser Woche kontaktieren.“

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