Verzögerung bei Stimmenauszählung
Bild: Kessing
Warten auf Wahlergebnisse: (v. l.) Bürgermeister Dr. Alexander Berger und sein Referent Frank Merschhaus verfolgten die Stimmauszählung im Ahlener Rathaus.
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Erst gegen 21.27 Uhr war der letzte Stimmbezirk in Ahlen ausgezählt und das vorläufige amtliche Endergebnis für die Wersestadt stand fest. Zuletzt hatte es im Wahllokal am Städtischen Gymnasium gehakt. Wohl aufgrund von Differenzen bei der Stimmauszählung. Vor fünf Jahren bei der Landtagswahl waren bereits um 20.11 Uhr alle Stimmbezirke ausgezählt gewesen.

Dabei hatte alles so gut angefangen. Um 18.55 Uhr lagen für die Feuerwache Süd die Zahlen vor. Dort gab es allerdings auch bei einer Wahlbeteiligung von nur 35,9 Prozent die wenigsten Stimmen auszuzählen. In seinem Besprechungszimmer im Rathaus verfolgten Bürgermeister Dr. Alexander Berger und seine Ehefrau Diana den Eingang der Zahlen am Computer und die landesweiten Ergebnisse am Fernseher.

Bei der Erststimme für den Kandidaten hatte der CDU-Mann Henning Rehbaum mit 40,8 Prozent die Nase deutlich vor der SPD-Kandidatin Annette Watermann-Krass, die 38,4 Prozent holte. Rehbaum legte etwa sechs Prozent gegenüber der Landtagswahl 2012 zu. Watermann-Krass, die 2012 noch 47,1 Prozent geholt hatte, verlor dramatisch. Während die FDP nur 6,2 Prozent bei den Erststimmen bekam, wurde sie bei den Zweitstimmen mit 10 Prozent zweistellig. Das legte die Vermutung nahe, dass viele CDU-Wähler ihre Erststimme Henning Rehbaum gaben und mit ihrer Zweitstimme die Liberalen wählten.

Viertstärkste Kraft in Ahlen wurde die AfD mit 7,64 Prozent. „Der Landestrend hat sich auch in Ahlen niedergeschlagen“, kommentierte Bürgermeister Dr. Berger das Ergebnis. Die Verluste der SPD habe er nicht in dieser Deutlichkeit erwartet. Rehbaum habe sein Zweitstimmen-Ergebnis aufgrund seiner starken Präsenz deutlich verbessert. „Politik interessiert in Ahlen“, freute sich der Verwaltungschef über die positive Entwicklung bei der Wahlbeteiligung.

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