Viele schaffen was gemeinsam
Peter Schniederjürgen
Hoffen auf eine große Beteiligung beim Crowdfunding für das Kühlwagenprojekt des Forums gegen Armut (v.l.): Freddy und Vanessa Avdic, Sebastian Richter und Michael Vorderbrüggen.
Peter Schniederjürgen

Das Forum gegen Armut an der Nordstraße hat ein Kühlkettenproblem. Es fehlt ein geeignetes Fahrzeug, um die Tiefkühl-Lebensmittelspenden der Supermärkte zur Ausgabe transportieren zu können. Für die spendenbasierte Hilfsorganisation eine unlösbare Aufgabe. „Wir reden hier über eine Summe von rund 20 000 Euro“, sagt Forumsvorsitzender Sebastian Richter. Aber: Was das Forum allein nicht schafft, mag mit der Hilfe vieler funktionieren. Das war der Anlass, sich an die Volksbank zu wenden.

„Wir haben das Crowd­funding-Portal auf unserer Website geschaffen“, erklärt Volksbankdirektor Michael Vorderbrüggen. Viele schaffen etwas gemeinsam, viele finanzieren etwas gemeinsam – das ist das Wesen des Crowdfunding. „Diese einfache und erfolgreiche Idee ist die Basis für das Wirken der Volksbanken“, ergänzt Michael Vorderbrüggen, der so zum Ansprechpartner für Freddy Avdic, Organisationsleiter beim Forum gegen Armut, wurde.

„Wenn wir den Wagen haben, können wir unsere leider immer mehr werdenden Klienten nachhaltig besser versorgen“, hebt Freddy Avdic bei der Projektvorstellung am Donnerstag hervor. Durch die Lücke in der Kühlkette kann das Forum keine Tiefkühlprodukte abholen. Die in den Läden übrig gebliebenen Waren müssen stattdessen entsorgt werden. „Das wollen wir unbedingt vermeiden“, betont Freddy Avdics Tochter Vanessa.

Also hat die Volksbank das Projekt Kühlwagen auf ihre Crowdfunding-Seite gestellt und gleich einen Startbetrag von 3000 Euro dazugegeben. Jetzt können auch alle anderen aufgerufen, einen Beitrag zu leisten. Am Montag ging die Aktion online, am Donnerstag hatte sie bereits zehn Unterstützer. Bis Ende Juli ist jeder eingeladen, sich zu beteiligen. „Dabei ist jede Spende willkommen, ob ein Euro oder auch gern mehr“, lädt Sebastian Richter ein. Natürlich gibt es auf Wunsch eine Spendenquittung. „Wer die Schlange der Menschen vor unserer Lebensmittelausgabe sieht, wird verstehen, warum wir das Auto dringend nötig haben“, appelliert Freddy Avdic an die Ahlener. Es sei ein Hilfsprojekt, das sich in der Stadt unmittelbar auswirkt.

von Peter Schniederjürgen

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