Volkshochschulen machen Ärger Luft
Bild: Voss-Loermann
Fruchtbare Gespräche zum Thema Weiterbildung in der VHS haben am Freitag in Ahlen geführt (v. l.): Frauke Eule, Berni Recker, Staatssekretär Klaus Kaiser, Dr. Alexander Berger, Gaby Fartmann, Bernd Lammers, Rudolf Blauth und Christa Paschert-Engelke.
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Anlässlich des Besuchs des parlamentarischen Staatssekretärs Klaus Kaiser vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft haben Rudolf Blauth (VHS Ahlen), Christa Paschert-Engelke und Gaby Fartmann (VHS Beckum) sowie Bernd Lammers (VHS Hamm) klargestellt, dass sich die Situation unter anderem auch durch die zunehmende Teilnahme junger Geflüchteter und junger benachteiligter Menschen vor Ort verschärft habe.

Vielfältige Aufgaben in Sachen Integration, politischer Bildung und der Möglichkeit, auf dem zweiten Bildungsweg einen Schulabschluss zu ermöglichen, eröffneten letzte Chancen für eine berufliche Laufbahn des Klientels. In Ahlen gehe es dabei zuerst um den Hauptschulabschluss, während in Beckum und Hamm auch noch Realschulabschlüsse ermöglicht würden, wie Christa Paschert-Engelke und Bernd Lammers betonten. „Dem muss das gesamte System endlich Rechnung tragen“, so der Tenor der Gespräche am Freitagmittag in der VHS Ahlen.

„Wir brauchen etwa sozialpädagogische Betreuung des Klientels“, betonte Rudolf Blauth. In Ahlen werde das von der Kommune derzeit ermöglicht. Für Städte in der Haushaltssicherung sei das aber nicht möglich, da diese Betreuung nicht zu den Pflichtaufgaben der Kommunen gehöre, bekräftigte Ahlens Bürgermeister Dr. Alexander Berger die Forderungen. Das gesamte Konzept müsse daher auf den Prüfstand, und zwar für alle Abschlussklassen im zweiten Bildungsweg, so Rudolf Blauth.

Christa Paschert-Engelke sagte, dass die VHS Beckum als kleinste der Einrichtungen im Kreis Warendorf das größte Angebot im Bereich zweiter Bildungsweg mache. „Das ist für unsere geringe personelle Ausstattung eine große Herausforderung“, betonte die Beckumer VHS-Chefin. Staatssekretär Klaus Kaiser, der die Weiterbildungsreferentin seines Hauses, Frauke Eule, mitgebracht hatte, hörte sich die Sorgen der VHS-Leute an und versprach, sich darum kümmern zu wollen.

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