WFG: Synergieeffekte im Blick
Bild: Jotzeit
Veränderungen stehen an: Die Wirtschaftsförderung Ahlen soll Anstalt öffentlichen Rechts werden.
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Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) Ahlen mbH war 2001 gegründet worden. Die Stadt hält 60 Prozent der Anteile, die Volksbank Ahlen-Sassenberg-Warendorf 12,5 Prozent und der Verein Pro Ahlen 27,5 Prozent. Ihr Aufsichtsrat setzt sich aus elf Mitgliedern zusammen, sechs Personen werden vom Rat entsandt, vier Mitglieder von Pro Ahlen bestimmt, ein Mitglied stellt die Volksbank.

Zweck der Gesellschaft ist es, die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Ahlen in struktureller Hinsicht zu begleiten und zu fördern. Unter Einbeziehung der Entwicklungsgesellschaft Ahlen (EGA) als Betreiber des Gründer- und Dienstleistungszentrums (GDZ) und der Projektgesellschaft Westfalen, die für den Betrieb der Lohnhalle/Waschkaue auf dem Zechengelände verantwortlich ist, wurde untersucht, ob es optimalere Organisationsformen als die einer GmbH gibt. Es komme außer einem Eigenbetrieb die Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) als neue Organisationsform in Betracht, heißt es in der Vorlage für den Finanzausschuss.

Da Sparkasse, Volksbank und Verein Pro Ahlen in ihrer konstruktiven Mitwirkung nicht eingeschränkt werden sollen, sei nur die Anstalt öffentlichen Rechts untersucht worden. Eine unmittelbare Überführung der Gesellschaften in eine AöR sei nicht möglich, erläuterte am Dienstag Kämmerin Karin Rodeheger vor dem Ausschuss. Die Stadt müsse dazu alleinige Anteilseignerin werden und die Anteile von Volksbank (6250 Euro) und Pro Ahlen (13 750 Euro) aufkaufen. Den Beschluss dafür fasste der Finanzausschuss einstimmig.

Der weitere Zeitplan sieht die Gründung der Anstalt öffentlichen Rechts und die Übertragung der städtischen Beteiligungen an der EGA, der Projektgesellschaft Westfalen sowie der GFW im Kreis Warendorf auf die Wirtschaftsförderung Ahlen AöR. Der Verwaltungsrat soll analog zum jetzigen WFG-Aufsichtsrat mit dem Bürgermeister und zehn weiteren Mitgliedern, fünf aus der Politik, fünf aus der Wirtschaft besetzt werden, schlägt die Verwaltung vor.

Über einen entsprechenden Wahlvorschlag, festgehalten in einer Ergänzungsvereinbarung zur Satzung, soll der Rat einstimmig entscheiden. So bleibe ihm die Möglichkeit der Einflussnahme erhalten. In der Ausschusssitzung am Dienstagnachmittag wurde jedoch dieses Konstrukt heftig diskutiert.

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