Warenkorb in Not: Sponsoren gesucht
Bild: Fechner
n großer Sorge sind die Mitarbeiter des Sozialkaufhauses Warenkorb in Ahlen über den Zustand ihres Transporters. Noch können (v. l.) Wolfgang Rademacher, Elke Holtkotte, Stanislovas Liukpetris, Detlef Frank, Heinrich Sinder, Roswitha Gerdt, Elisabeth Wieland und Sophia Schwarte mit dem alten Wagen arbeiten.
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Der Geschäftsführer des Caritasverbandes für das Dekanat Ahlen, Heinrich Sinder, seine Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer sahen sich am Mittwoch gezwungen, mit ihrem Problem an die Öffentlichkeit zu treten. „Der Wagen, der die Lebensmittel bei den Spendern abholt und im Kreis Warendorf weitere Stellen anfährt, muss ersetzt werden. Daran geht kein Weg vorbei“, brachte es Sinder auf den Punkt.

„Aus Eigenmitteln können wir die Ersatzanschaffung nicht stemmen“, erklärte er die aktuelle finanzielle Situation. Elisabeth Wieland, Mitarbeiterin in der Familienpflege der Caritas, und Fahrdienstleiter Markus Piotti verdeutlichten mit einigen Eckdaten zur Inanspruchnahme des Transporters und der Arbeitsbelastung der ehrenamtlichen Mitarbeiter die akute Notsituation des Warenkorbs.

Der im Oktober 2010 als gebraucht angeschaffte Transporter zeigte vor ein paar Tagen eine Fahrleistung von 200 000 Kilometern an. „Um den Wagen, der eine integrierte Kühlung haben muss, permanent fahrtüchtig zu halten, war in den Jahren 2013 und 2014 ein Reparaturaufwand von 10 000 Euro notwendig“, machte Piotti den Aufwand deutlich. Insgesamt schlägt das Fahrzeug mit rund 15 000 Euro Kosten zu Buche.

„Für eine Neuanschaffung benötigen wir rund 60 000 Euro. Für ein Gebrauchtfahrzeug immerhin noch 30 000 Euro“, umriss Piotti die Kosten für die Wiederbeschaffung. Die Nachfrage nach den günstigen Lebensmitteln im Warenkorb ist nach wie vor riesengroß und zeigt eine steigende Tendenz auf. „Allein in diesem Jahr gab es bisher 3500 Kundenkontakte. Im Jahr 2013 waren es 4061“, zitierte Wieland aus ihrer Statistik.

Die ehrenamtlichen Helfer im Verkaufsbereich und im Fahrbetrieb leisteten wöchentlich im Durchschnitt zehn bis zwölf Stunden Einsatz. Mehr gehe bald nicht.

Alle Beteiligten hoffen, dass ein großangelegter Spendenaufruf von Erfolg gekrönt wird. Neben dem Caritas-Logo dürfen die Spender sich namentlich auf dem neuen Wagen zeigen und so für sich werben. „Jeder Spendenbetrag ist willkommen – egal wie hoch“, appellierte Heinrich Sinder in Richtung zukünftiger Sponsoren.

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