Wasserturm: Arbeiten auf der Zielgerade
Bild: Lange
Ein Gerüst umspannt derzeit den blauen Wasserturm an der Guissener Straße in Ahlen.
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 „80 Prozent der Gesamtmaßnahme sind abgeschlossen“, sagt Christian Tripp, Vorsitzender des Fördervereins Fördertürme, und stellt das Ende der Arbeiten für Mitte Juni in Aussicht.

Tripp: „Stahl geht wie Blätterteig auseinander“

Aktuell nehmen Fachleute die durch Korrosion verursachten Schäden auf der Mittelkonsole des 1915 erbauten Gebäudes in Angriff. „Der Stahl geht teils wie Blätterteig auseinander“, sagt Tripp. Horst Schulte, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins, ergänzt: „Korrosion entsteht dort, wo kaum entlüftet wird und sich Wasser ansammelt.“

Heinz-Josef Demandt, Geschäftsführer der Demandt Stahl- und Maschinenbau GmbH (Liesborn), betont: „Die zuvor kritischen Sachen haben wir im Griff.“ Das einzigartige Gebäude erforderte eine besondere Arbeitsweise: „Die Teile wurden hier demontiert, in die Werkstatt gefahren, nach Muster nachgebaut, zum Beschichten abgegeben und schließlich wieder am Turm montiert.“

Gerüstbau in 26 Metern Höhe

185.000 Euro stehen laut Tripp für die Teilsanierung zur Verfügung. „Wir sind im Soll“, betonte er. Selbst Änderungen im Plan wirkten sich nicht negativ auf das Budget aus. So sei der Einsatz von Gerüstbauern notwendig geworden.

Nahezu zerfressen worden vom Rost sind Stahlbleche des blauen Wasserturms in Ahlen.

Dafür zeichnet die Vorhelmer Firma Gerüstbau Brückner verantwortlich, die in einer Höhe von 26 Metern ihre Zelte aufschlug – laut Inhaber Sven Brückner aufgrund der baulichen Begebenheiten eine logistische Herausforderung: „So eine Konstruktion hatten wir noch nie.“

Mehr im „AT“ vom 21. Mai 2019!

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