We Salute You lässt die Stadthalle beben
Bild: Lange
Beeindruckendes Bühnenbild trifft auf Authentizität und unbändige Spielfreude: Die AC/DC-Tribute-Band We Salute You zog in der Stadthalle Ahlen alle Register und lieferte eine gut zweistündige schweißtreibend Show. 
Bild: Lange

Covergruppen filmen – ist das nicht übertrieben? Wenn sie das Original für einen Abend nahezu vergessen lassen, auf keinen Fall. Sehr gut gefüllt, aber nicht ganz ausverkauft ist die Ahlener Stadthalle am Freitagabend. Der Großteil der Gäste ist mit der 1973 in Australien gegründeten Band groß geworden. Auch wenn sich jüngere Semester im Saal tummeln, dürfte der Altersdurchschnitt weit über 40 Jahre liegen. Doch auch im Alter lässt es sich gut rocken.

Songauswahl lässt keine Wünsche offen

Gitarrenriffs, die einen mindestens zum Mitwippen, wenn nicht gar zum kompletten Ausrasten bringen, haben die Brüder Angus und Malcolm Young in ihrer Karriere mehr als genug geschrieben. Vollkommen authentisch bringen We Salute You den AC/DC-Kosmos für gut zwei Stunden auf die Bühne. Das fängt mit einer ganzen Armada an Marshall-Verstärkern an und hört mit den Kanonen auf.

Weitere Garanten für eine gute Hard-Rock-Show sind Grant Foster und Nick Young: Sänger Foster hat Gestik und Mimik seines Vorbilds Brian Johnson komplett verinnerlicht, und stimmlich ist ebenfalls kaum ein Unterschied auszumachen. Gitarrist Nick Young könnte sowohl vom Alter als auch vom Aussehen als Enkel von Angus Young durchgehen. Die obligatorische Schuluniform passt ihm hervorragend.

Die Songauswahl lässt keine Wünsche offen: „Back In Black“ vom gleichnamigen Album als Einstieg ist ebenso gut gewählt wie die folgenden „Big Jack“ und „Shoot To Thrill“. Spätestens jetzt bebt die Stadthalle. Dass die Musiker von We Salute You ihr Programm nicht bloß routiniert abspulen, lässt sich an den Gesichtern von Gitarrist Kili Locke, Bassist Baba Hail und Schlagzeuger Erwin Rieder ablesen: Stets umspielt ein verschmitztes Lächeln ihre Münder, während sie im Hintergrund das wuchtige Klangfundament für Foster und Young legen.

Band und Publikum beflügeln sich gegenseitig

Sänger und Gitarrist sind stets auf Tuchfühlung zum Publikum. Beide Parteien beflügeln sich gegenseitig: Die Musiker glänzen mit Spielfreude, die Fans mit Textsicherheit und Enthusiasmus. „Thunderstruck“, „Highway To Hell“ und „T.N.T“: Die Fäuste werden gen Stadthallendecke gereckt und die Zeilen lauthals mitgesungen.

SOCIAL BOOKMARKS