Wenig Arbeit für Feuerwehr und Polizei
Bild: Lange
Ordentlich krachen ließen es die Ahlener in der Silvesternacht – so auch auf dem Marktplatz, dem am späten Neujahrsvormittag die Nachwehen noch anzusehen waren.
Bild: Lange

Ruhig verlief die Nacht für die Feuerwehr, wie Wachabteilungsleiter Ronald Pälmke auf „AT“-Anfrage mitteilte. „Wir haben keinen einzigen Einsatz zu verzeichnen“, sagte er. Dies sei eher ungewöhnlich. „Da haben wir schon ganz andere Nächte erlebt, in denen wir von Mitternacht bis 3 Uhr in der Früh ständig unterwegs gewesen sind“, so Pälmke weiter.

Er erläuterte, dass sich Raketen hin und wieder in einer Hecke verirrten oder im Efeu verfingen. Dies sei nun glücklicherweise nicht der Fall gewesen. #

Der Rettungsdienst hingegen wurde zum Jahreswechsel knapp zehn Mal angefordert. „In Ahlen hatten die Kollegen eine relativ ruhige Silvesternacht“, sagte so auch Polizeihauptkommissar Karl Muckermann, Dienstgruppenleiter der Leitstelle Warendorf, im Gespräch mit dem „AT“. Vereinzelte Randalierer und Sachbeschädigen durch Böller habe es gegeben, doch seien diese typisch für Ereignisse wie Silvester oder Karneval. „Wenn gefeiert wird, wird auch geböllert und getrunken. Dann kommt es schon einmal vor, dass sich einige Leute nicht so gut verstehen“, so Muckermann.

Dennoch sei es zu keinen außergewöhnlichen Zwischenfällen gekommen – weder bei der Feier im Bürgerzentrum noch bei Zeltparty auf dem Marktplatz.

Dieser bot am späten Neujahrsvormittag einen ebenso bemitleidenswerten Anblick wie so manche Straße und mancher öffentlicher Platz in Ahlen: Zerbrochene Glasflaschen reihten sich neben schmutzige Plastiksektkelche, aufgeweichte Pappreste von Böllern und Feuerwerksbatterien vermischten sich mit dem vom Weihnachtsmarkt übrig gebliebenen Rindenmulch. Halb ausgetrunkene Sektflaschen zeugten davon, dass manchem Feierwütigen der Durst schneller als gedacht vergangen war.

Die neon-orangefarbenen Plastikkappen der Raketen stachen auf dem Asphalt ebenso ins Auge wie die großen, achtlos weggeworfenen Folien, in denen sich zum Teil noch voll funktionstüchtige Knaller befanden. Das, was in der Nacht spektakuläre Gebilde an den Nachthimmel geworfen hatte, vereinigte sich nun zu einem großen Haufen Müll in Ahlens Zentrum. Während mancher Ahlener noch mit seinem Neujahrskater kämpfte, hatten die Mitarbeiter der Umweltbetriebe alle Hände voll damit zu tun, die Wersestadt wieder in einen vorzeigbaren Zustand zu versetzen.

SOCIAL BOOKMARKS