Westernstadt: Ein Vertrag fehlt noch
Noch sind nicht alle Optionsverträge unter Dach und Fach. Die Investoren sind aber optimistisch und hoffen auf eine baldige Regelung. Sicher ist indes: Vor 2014 wird es in Dolberg keine Westernstadt geben.

 „Das ist sicherlich nicht der Fall“, hat am Montag Stadtplaner Mattias Bartmann im Ortsausschuss Dolberg festgestellt. Ansonsten hielt sich der Verwaltungsmitarbeiter im öffentlichen Teil der Sitzung bedeckt. Viel Neues könne er nicht berichten, sagte er.

Aktueller Stand sei, dass für das städtische Grundstück ein Optionsvertrag vorliege. Dabei räumte er ein: „Es besteht immer die Möglichkeit, diesen zurückzunehmen.“ Ansonsten zeigte er sich zuversichtlich. Mit den anderen Grundstückseigentümern habe der Investor bis auf einen ebenfalls Vereinbarungen getroffen. Und der noch ausstehende Optionsvertrag werde kurzfristig unter Dach und Fach gebracht.

Erst danach werde ein sogenannter städtebaulicher Vertrag geschlossen, kündigte Bartmann an. Darin werde geregelt, wer welche Aufgaben zu übernehmen habe. Anschließend erfolge eine Konkretisierung des Verfahrens. Dabei gehe es unter anderem um den Naturschutz, die Lärmbelästigung und das erwartete Besucheraufkommen. „Einen genauen Zeitplan kann ich aber nicht nennen“, machte Bartmann deutlich. Er sicherte dem Ortsausschuss zu, ihn bei allen weiteren Schritten zu beteiligen.

Auskunft über die Länge der Optionsverträge wollte Jochen Rabe (CDU) haben. Zumal während der Laufzeit keine anderen Investoren auf dem Gewerbegebiet Ostdolberg aktiv werden könnten. Dazu hielt sich Bartmann bedeckt. Er ließ nur durchblicken, dass es deutlich weniger als fünf Jahre seien.

Die Seriosität des Investors interessierte neben Rabe auch Uwe Maschelski (SPD). Dazu wollte Bartmann im öffentlichen Teil nichts sagen. Im Detail sei das noch nicht geprüft worden, merkte er an. Das komme noch.

Ob sich das ehemalige Zechengelände an Schacht III nicht für eine Westernstadt eigne, wollte Günter Harms (SPD) wissen. Doch da winkte Bartmann ab. Das Grundstück sei dem Investor bereits angeboten worden. Doch der habe kein Interesse, weil die Nähe zur Autobahn dort fehle.

Arne Engelbrecht (FWG) befürchtete, dass durch die Planungen für die Westernstadt keine weiteren Flächen mehr in Dolberg für andere Unternehmen zur Verfügung stünden. Doch da konnte ihn Bartmann beruhigen: „Bislang haben wir keine konkreten Anfragen.“

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