Westernstadt ist ein Langstreckenlauf
Die Pläne für eine Westernstadt in Ostdolberg  verteidgt der Investor, die WTM,  in einer Stellungnahme.

„Dass die Planung und Realisierung eines großen Projektes eines erheblichen Arbeitsaufwandes bedarf, scheint bei der CDU-Ortsgruppe Dolberg nicht bekannt zu sein. Anders lassen sich die kürzlich erhobenen kritischen Äußerungen zum Fortgang des Projektes Westernstadt nicht erklären.

Belastungen durch Lärm und Verkehr reduzieren

Insbesondere vor dem Hintergrund der Berücksichtigung der berechtigten Interessen der Anwohnerschaft im Ortsteil Ostdolberg hat die das Projekt entwickelnde WTM den Wunsch und die Pflicht, die räumliche Planung und das vorgesehene Veranstaltungskonzept so auszurichten, dass Belastungen für die Anwohner durch Lärm und Verkehr sowie eine Belastung der Umwelt auf ein minimales Maß reduziert werden. Entsprechende gutachterliche Stellungnahmen wurden eingeholt und der Machbarkeitsstudie beigefügt, die im Dezember vergangenen Jahres dem Planungsamt der Stadt übergeben wurde.

Gespräche haben auf Wunsch der Stadt nicht stattgefunden

Was die Kommunikation zwischen der WTM und der Öffentlichkeit betrifft, so wurde und wird diese seitens der WTM ausdrücklich gewünscht. Vor allem nach Vorliegen der gutachterlichen Stellungnahmen möchte die WTM mit den betroffenen Bürgern inhaltlich fundiert über das Projekt sprechen, die Anregungen der Anwohner aufnehmen und die bestehenden Bedenken nach Möglichkeit ausräumen. Solche Gespräche haben bislang jedoch auf Wunsch der planenden Verwaltung der Stadt Ahlen nicht stattgefunden.

Interne Kommunikation im Rathaus funktioniert nicht

Gleichermaßen verwundert die Kritik der CDU-Ortsgruppe, es habe seitens der WTM keine „strukturierte und vorausschauende Öffentlichkeitsarbeit“ gegeben. Dieser Vorwurf kann die WTM nicht treffen, sollten doch auf Wunsch der Stadt Ahlen sämtliche Verlautbarungen an Presse und Öffentlichkeit allein durch den Pressesprecher der Stadt Ahlen erfolgen. So hat es doch eher den Anschein, dass die interne Kommunikation zwischen den politischen Entscheidungsträgern innerhalb der Stadt Ahlen nicht funktioniert.

CDU-Politiker werden wankelmütig

Gar nicht nachzuvollziehen ist auch, dass die CDU-Politiker nicht in der Lage sind, zu einer getroffenen Entscheidung zu stehen, und bereits während der Laufzeit geschlossener Verträge wankelmütig werden. Über welches Risiko klagen die Politiker eigentlich? Ein Areal, das 25 Jahre nicht zu vermarkten war, soll nun einer effektiven Nutzung zugeführt werden, und das ohne Belastung für den Steuerzahler. Das Kostenrisiko für dieses Projekt liegt bislang vollständig bei der WTM, welche bereits Kapital im sechsstelligen Bereich investiert hat.

Projekt auf  Altar der Wählerstimmen opfern?

Will vielleicht die CDU das Vorhaben im Zuge der nahenden Wahlen auf dem Altar der Wählerstimmen von Projektgegnern opfern? Über einen zeitlichen Rahmen der Projektentwicklung wurde gemeinsam mit der planenden Verwaltung der Stadt Ahlen gesprochen. Von verbindlichen Fristen war hier keine Rede, und es ist normal und auch nachvollziehbar, dass bei einem solchen Projekt die Investoren das Tempo vorgeben. Bei größeren Vorhaben ist der genaue zeitliche Rahmen nur schwerlich im Voraus abzuschätzen. Das weiß ein jeder, der schon einmal mit der Entwicklung von Projekten befasst war. Es ist eben ein Langstreckenlauf und kein Sprint.

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