Wichtiger Knotenpunkt
Ralf Steinhorst
Die ersten Radfahrer konnten es kaum erwarten, dass Projektleiter Thorsten Kräutner, Jörg Hakenesch und Bürgermeister Dr. Alexander Berger (v. r.) die Durchfahrt zum gut angebundenen Zechenradweg freigaben.
Ralf Steinhorst

Ahlen ist wieder ein Stück fahrradfreundlicher geworden. Mit der Eröffnung der Brücke des Zechenbahnradwegs ist dieser auch direkt an den Werseradweg angeschlossen. Den Termin nutzte Bürgermeister Dr. Alexander Berger, um bei sommerlichem Wetter mit seinem Rad zu kommen.

„Die Brücke ist 85 Jahre alt. Das sieht man ihr gar nicht mehr an“, nahm Bürgermeister Dr. Alexander Berger das sanierte Bauwerk über die Werse in Augenschein, um dann auch gleich ihren neuen Nutzen zu erklären: „Für mich ist das ein ganz wichtiger Knotenpunkt ins Ahlener Radwegenetz“. Denn am Schlingenfeld führt der Zechenbahnradweg auf den Werseradweg.

Nicht nur das. Die neue Tangente bietet auch eine Anbindung an den Radschnellweg in Hamm, der durch das Ruhrgebiet bis nach Duisburg führt. Eine „Radautobahn“ sozusagen, wie das Stadtoberhaupt ausführte. Im Norden soll der Zechenbahnradweg dann auch noch einen Anschluss an den Olferadweg bekommen. Auch Jörg Hakenesch, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung und damit zuständig für Tourismusfragen, sieht die Brücke unter touristischen Aspekten positiv. Schließlich würden zukünftig auch viele Tagestouristen diesen Weg nehmen. „Wir werden einen Flyer für den Zechenradweg auflegen“, will er öffentlichkeitswirksam die Route bekanntmachen.

Dass der Zechenbahnradweg ausgerechnet am Schlingenfeld an einer Stelle auf den Werseradweg trifft, wo auf enger Straße einige hundert Meter Autoverkehr auf Radverkehr trifft, sieht auch der Bürgermeister. Langfristig werde da die Osttangente helfen, denn dann könne das Stück verkehrstechnisch abgebunden werden, weil es nicht mehr gebraucht werde. Was bedeutet, das Schlingenfeld könne dann zum reinen Radweg umfunktioniert werden.

Kurzfristig, erklärte Robert Reminghorst , stellvertretender Leiter der Ahlener Umweltbetriebe, werden an dem Dreieck Markierungen auf der Fahrbahn den Verkehr auf den Gefahrenpunkt hinweisen. Er denkt da an sogenannte „Säbelzähne“. Auch eine am Ende der Brücke installierte Umlaufschranke erfüllt den Zweck der Verkehrssicherheit.

Die Brücke diente früher der Anbindung der Kohlezüge an den Hafen in Hamm-Uentrop. Die Sanierungskosten betrugen knapp 200 000 Euro.

von Ralf Steinhorst

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