Widerstand gegen Wertstoffsammelhof
Auf dem Gelände des Güterbahnhofs in Ahlen soll der neue Wertstoffhof gebaut werden.

An dessen Ende wird Birgit Pollmeier-Behrendt handschriftlich als Ansprechpartnerin genannt. „Den Zettel habe ich verfasst“, sagt Pollmeier-Behrendt auf „AT“-Anfrage. „Das ist der Stadt auch bekannt. Allerdings sollte der nicht vervielfältigt und verteilt werden, sondern ebenfalls Betroffenen als Informationsstütze bei der Suche nach Unterschriften für unser Anliegen dienen.“ Der handschriftliche Zusatz stamme nicht von ihr. Genauso wenig wisse sie, wer die Kopien verteile.

Die Anwohnerin der Schinkelstraße spricht sich gegen die Errichtung des „Müllumschlagplatzes“ – dieser Begriff wird auch in dem Entwurf der Sasse/Stein/Sasse-GmbH verwendet – auf dem neuen Bauhof auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs aus und bekräftigt dies im „AT“-Gespräch. „Seit dort Müll gelagert wird, ist die Geruchsbelästigung gestiegen“, sagt sie. „Wenn wir grillen und sich unzählige Fliegen auf dem Fleisch niederlassen, ist das alles andere als angenehm.“ Raben flögen vermehrt durch die Gegend und ließen aufgeklaubten Müll in die Gärten fallen – ein Fressen für die Hunde.

„Auch Nachbarn und Bewohner der Bergstraße klagen über den Gestank“, so Pollmeier-Behrendt weiter. Ein Gespräch mit Bernd Döding, Leiter der Ahlener Umweltbetriebe, habe es vergangene Woche Mittwoch gegeben. „Er konnte nicht sagen, ob es beim neuen Wertstoffsammelhof weiterhin zur Geruchsbelästigung kommt, versprach aber, eine Lösung zu finden.“ Ein weiteres Treffen sei vereinbart worden. Das wird nun im handschriftlichen Zusatz des Info-Zettels als öffentlicher Termin deklariert. „Der ist nur für uns Betroffene“, sagt Pollmeier-Behrendt. Und weiter: „Wir wohnen 120 Meter vom neuen Bauhof entfernt, haben mit Lärm und Ungeziefer zu kämpfen. Man muss uns auch verstehen.“

Mehr dazu im „AT“ vom 13. August. Die Pressemitteilung der Stadt Ahlen finden Sie unter https://www.ahlen.de/start/aktuelles/aktuelle/information/nachricht/aus-ahlen/neuer-baubetriebshof-appell-an-offenheit-und-Dialog/

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