Wilder Westen hat Narren fest im Griff
Beste Laune herrschte beim Ahlener Rosenmontagszug.

Pünktlich um 14.11 Uhr setzte sich der Zug mit 43 Wagen in Bewegung. Auf dem Senatorenwagen der KG Schwarz-Gelbe Funken herrschte da bereits super Stimmung. „Hier boxt der Papst“, rief der aus dem Amt enthobene Bürgermeister Benedikt Ruhmöller. Für die närrischen Tage hat Ruhmöller alias Indianerhäuptling Benetou das Zepter der Macht bekanntlich an Björn I. abgegeben.

So feierten die 15 Senatoren ausgelassen auf dem Wagen verteilten eifrig Kamelle. „Wir haben hochwertige Süßigkeiten dabei“, sagte KG-Präsident Menne Rütten. Die würden besser von den Jecken angenommen. So stapelten sich allein 30 000 Wild-West-Schokoriegel auf dem Wagen, hinzu kamen 70 Säcke mit Stofftieren.

Verkleidet hatten sich die Senatoren gemäß dem Sessionsmotto „Ahlen feiert am Besten – Karneval im Wilden Westen“ als Indianer, Cowboys oder Nordstaaten-Kavalliere. Auch dabei war Vorjahresprinz Dietmar II. „Ich habe meinem Nachfolger Björn schönes Wetter gewünscht“, sagte der Ex-Prinz. „Und Petrus hat alles wahr gemacht.“

Bei strahlendem Sonnenschein und fast frühlingshaften Temperaturen verschmerzten es die Narren somit locker, dass der Tross gleich zweimal ins Stocken geriet. Am Kreisel Hansastraße segelten zwei Pleitegeier des Karnevalsclubs Nord-West-Humor zu Boden. Ein böses Omen für die Stadt? Bis der Zug wieder rollte, dauerte es jedenfalls eine Weile.

Glücklicherweise hielt der Prinzenwagen mit Narrenfürst Björn I. gerade genau neben hohem Besuch. Der amtierende Ennigerloher Stadtprinz Paul I. war mitsamt seinem närrischen Gefolge angereist. So fürstlich unterstützt wurde der Zug für Björn I. zu einer einzigen Triumphfahrt.

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