„Wohnungsmarkt nach wie vor angespannt“
Bild: Fechner
Der Jahresbericht 2017 der Caritas-Sozialberatung in Ahlen stellten am Freitag vor: (v. l.) Hermann Wetterkamp, Elisabeth Wieland und Markus Piotti.
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Fachbereichsleiter Hermann Wetterkamp sowie die beiden Sozialpädagogen Markus Piotti und Elisabeth Wieland berichteten über die insgesamt stabil gebliebene Zahl von 414 Beratungen, die sich im Jahr 2016 auf 412 Fälle belief. Dabei stellte sich heraus, dass sich die Zahl der allgemeinen Sozialberatung zwar von 202 auf 194 verringert hat, die existenzsichernde Beratung aber von 160 auf 170 Fälle gestiegen ist.

Auch die Wohnungsnotfallhilfen stiegen von 31 auf 36 Beratungen. In der Gesamtbetrachtung zeigt sich, dass die allgemeine Sozialberatung noch immer mit 194 Fällen den ersten Platz vor der existenzsichernden Beratung mit 170 Fällen einnimmt. Ins Auge fällt auch der Anstieg der Wohnungsnotfallhilfen von 31 auf 36 Fälle.

Im Haus am Südberg betreute die Caritas im Jahr 2017 insgesamt 21 Personen in 12 Haushalten. Erfreulicherweise sank die Anzahl der Räumungsklagen auf Ahlener Stadtgebiet von 48 auf 39 Fälle. Hermann Wetterkamp machte allerdings darauf aufmerksam, dass der Wohnungsmarkt in Ahlen nach wie vor sehr angespannt sei. Die im Jahr 2014 mit den Stadtwerken eingegangene Zusammenarbeit, bei der die Caritas vor Ort in den Räumen der Stadtwerke Beratung bei Energieproblemen leistete, wurde in beiderseitigem Einverständnis eingestellt. „Als sich der generelle Trend abzeichnete, dass die Betroffenen im Regelfall erst in akuten Notsituationen die Beratung suchten, wurde die Kooperation beendet“, berichtete Hermann Wetterkamp. Während im Jahr 2012 noch 140 Haushalte von Stromsperren betroffen waren, lag 2017 die Anzahl mit 90 immer noch auf einem hohen Niveau.

Nach wie vor findet aber in Zusammenarbeit mit dem Verein Horizonte direkt im Haushalt der Betroffenen eine Beratung über Stromsparmöglichkeiten statt. Der Austausch zwischen Caritas und Stadtwerken sei nach wie vor reibungslos. Im Jahr 2017 fand auch die Übergabe der beim 30-jährigen Bestehen durchgeführten Befragung der Klienten an den Bürgermeister statt. Die Auszeit Südost konnte zu ihren generationenübergreifenden Treffen auf Mittrops Spieker weiter einladen. Das Team der Caritas Sozialberatung möchte auch im laufenden und kommenden Jahr Bewährtes fortsetzen und Neues ausprobieren.

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