Zechenbistro: Betreiber wirft Handtuch
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Die sogenannten Soccerparks sind auf dem Vormarsch. Kleine Spielfelder, Kampf Mann gegen Mann, maximal zehn Spieler auf dem Rasen.

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„Wir haben mit viel Leidenschaft und Liebe alles versucht“, berichtet Carola Wilkes (50) auf „AT“-Nachfrage. Aber es habe sich einfach nicht gelohnt. Obwohl sie viel Geld in das Bistro reingesteckt hätten, sei unterm Strich nichts hängen geblieben. „Und von irgendetwas müssen wir doch leben“, sagt sie. Daher sei nun die Reißleine gezogen und den Pachtvertrag zum 31. Mai gekündigt worden.

 „Der Andrang war einfach zu gering“, stellt Carola Wilkes rückblickend fest. „Wir sind hier einfach viel zu weit weg vom Schuss“, ergänzt sie. Zudem reiche die Unterstützung durch die anderen Firmen im Haus nicht aus. „Wenn sich daran nichts ändert, wird es auch ein Nachfolger schwer haben.“

Geärgert habe sie sich unter anderem darüber, dass im Hause selbst noch andere gastronomisch am Werk gewesen seien, führt sie aus. „Wenn jemand im Foyer Brötchen verkauft, dann kommt keiner mehr zu uns zum Essen“, nennt sie nur ein Beispiel. Auch das Zubrot, die Soccerkaue, sei hinter den Erwartungen zurück geblieben, so Carola Wilkes. Das Interesse an der neuen Sportanlage, die seit Anfang März von der Projektgesellschaft Zeche Westfalen und „Sohle 1260“ betrieben werde, sei bislang eher verhalten gewesen.

Huerkamp: Soccerhalle wird nahtlos weitergeführt

Hermann Huerkamp, Geschäftsführer der Projektgesellschaft Westfalen, bedauert den erneuten Betreiberwechsel im Gastronomiebereich. Hinsichtlich einer Nachfolgeregelung ist er aber optimistisch. „Die ersten Interessenten haben sich schon gemeldet“, sagt er. Zudem sei sichergestellt, dass der Betrieb der Soccerkaue nahtlos weitergeführt werde. Dafür stünden Mitarbeiter des Stadtteilbüros zur Verfügung.

Zu bedenken gibt Huerkamp, dass die offizielle Saison für eine Soccerhalle noch nicht begonnen habe. „Die läuft erst richtig, wenn das Wetter schlecht ist“, weiß er aus Erfahrung. Allerdings gebe es schon jetzt täglich Buchungen. Besonders beliebt sei die Anmietung für Kindergeburtstage.

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